Verband (Medizin)

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    Einhüllung verletzter Körperteile mit Verbandstoff zum Schutz (Deckverband), zur Blutstillung oder Vereinigung von Wundrändern (Wundverband), zur Fixierung von Körperteilen (Stützverband) und zur Erreichung einer günstigen Knochenlage (Streck- und Zugverband). Auch Klebeverbände (Pflaster) sind seit langem in Gebrauch. In neuerer Zeit werden zunehmend flüssige Verbände eingesetzt, die rasch zu einem elastischen Film aus Kunstharz erstarren. Sie eignen sich besonders zum Verschluss von Wunden an Schleimhäuten, sowie großflächiger Hautabschürfungen und Verbrennungen. Plastik als Stützverband ist noch in Entwicklung, doch gehört hierher auch der aufblasbare Stützverband aus Plastikballons. Diese Art von Verbandstechnik bewegt sich zwar in raschem Fortschritt, doch macht sie besonders auf dem Gebiete der Stützverbände die klassischen Verbandstechniken noch lange nicht überflüssig. Der klassische Stützverband ist der Schienenverband, zu dem auch der Gips- und Zinkleimverband gehört. Zu den Stützverbänden muss man auch die so genannten elastischen Verbände mit den Kompressionsverbänden rechnen, wie sie bei Verstauchungen und Blutstauungen angewandt werden, sowie die fertigen Gummistrümpfe und Gelenkstützen. Wird eine dauerhafte Kompression (z.B. bei stärkeren Krampfadern oder nach deren Verödung) gewünscht, so eignet sich besonders der Kompressionsverband nach Pütter. Für Wundverbände eignen sich in erster Linie die Heftpflaster mit einer Kompresse, die mit einem milden Desinfektionsmittel imprägniert ist.



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