Tonga Geschichte

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    Erste Aufzeichnungen von Seefahrern über das Staatsgebiet des heutigen Tonga gab es im dem 17. und 18. Jahrhundert (Lemaire 1616, Abel Tasman 1643, James Cook 1773, 1774 und 1777). Cook war es, der den Inseln auf Grund der freundlichen Bevölkerung den Namen "The friendly Islands" (Freundschaftsinseln) gab. Tatsächlich ist die Geschichte des Inselstaats eine relativ friedliche: Das Gebiet lag damals wie heute außerhalb der Interessen der Großmächte. Ende des 18. Jahrhunderts kam mit den Missionaren das Christentum, 1826 wurde eine britische Methodistenmission errichtet. Etwa zur gleichen Zeit herrschten bürgerkriegsähnliche Zustände auf Grund von Konflikten zwischen verschiedenen Adelsfamilien. 1845 kam die Tupou-Dynastie an die Macht und es kehrte wieder Frieden ein. König George Tupou I. gab dem Land eine parlamentarische Verfassung, die allerdings rein formalen Charakter hatte, da er weiterhin absoluter Herrscher blieb.

    1900 wurde Tonga auf Wunsch des Königs George Tupou II. britisches Protektorat, 1970 erhielt das Land die Unabhängigkeit. Tonga ist Mitglied des Britischen Commonwealth. Ab 1965 herrschte König Taufa’ahau Tupou IV. Er erbte den Thron von seiner Mutter, der Königin Salote Tupou III. Seit Beginn der 1990er Jahre gibt es eine oppositionelle Bewegung, die sich für mehr Demokratie einsetzt. Die erste politische Partei wurde 1994 gegründet (Tonga Democratic Party, heute: People's Party).

    Aufgrund seiner geografischen Lage war Tonga zur Jahrtausendwende einer der ersten Staaten, der das Jahr 2000 feierlich begrüßte. Eine weitere Ehre wurde dem Land im Juni 2000 zuteil, als wegen innenpolitischer Unruhen das Olympische Feuer nicht auf den Fidschi-Inseln Station machte, sondern stattdessen auf Tonga.

    Mit dem Tod von Tupou IV. wurde im September 2006 sein unbeliebter Sohn George Tupou V. König; wegen der stockenden Verfassungsreform sah er sich schon bald Demonstrationen, Protesten und Unruhen gegenüber, die er nur mit Hilfe herbeigerufener australischer und neuseeländischer Sicherheitskräfte eindämmen konnte. Schließlich kam es 2008 zu einer Parlamentsreform, die sogar über den Vorschlag der Verfassungskommission hinausging. Tupou V. gab seine absolute Macht auf und überließ die Tagesgeschäfte dem Parlament und der Exekutive. Dies wurde mit den Wahlen vom 25. November 2010 umgesetzt, sodass Premierminister und Kabinettsangehörige nunmehr vom Parlament statt wie bisher durch den König bestimmt werden.

    Nach dem Tod von Tupou V. Tod folgte 2012 sein Bruder unter dem Namen Tupou VI.



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