Ohrwürmer

Aus WISSEN-digital.de

(Dermaptera)

Ohrwürmer sind in gut 1 000 verschiedenen Arten besonders in den Tropen heimisch, einige sind jedoch auch in Europa zu finden. Ohrwürmer halten sich bevorzugt an feuchten und warmen Stellen auf.

Sie werden maximal zwei Zentimeter lang, und ihr Körper ist bräunlich gefärbt. Besonderes Kennzeichen dieser Tiere sind die Fortsätze an ihrem Hinterleibsende, die an Zangen erinnern. Auch die kurzen Deckflügel machen den Ohrwurm leicht erkenntlich: Zwar kann er damit fliegen, er tut dies jedoch selten und nur dann, wenn er sich unmittelbar bedroht fühlt. Männchen und Weibchen lassen sich beim Ohrwurm durch die Zahl der Hinterleibssegmente leicht unterscheiden: Der männliche Ohrwurm hat zehn, der weibliche nur acht Segmente.

Der Ohrwurm ernährt sich vornehmlich von pflanzlicher Kost, tierische Nahrung nimmt er eher selten zu sich.

Gut erforscht sind das Brutpflegeverhalten des Ohrwurms sowie die Entwicklung. Das Weibchen legt in eine Brutkammer etwa 20 Eier, die es gut bewacht, so dass fast aus allen Eiern Larven schlüpfen. Die Eier werden gepflegt und von Verunreinigungen befreit. Das Weibchen bleibt bis zur zweiten Häutung der Larven in der Brutkammer.

Die Überlieferung, dass Ohrwürmer in das menschliche Ohr kriechen und das Trommelfell durchbeißen, beruht auf Aberglauben; ein solcher Fall wurde in der Geschichte des Ohrwurms bisher nie dokumentiert.

Systematik

Ordnung aus der Klasse der Insekten (Insecta).


WISSEN-TV

Themen

Ludwig XIV.
Ein typischer Vetreter des höfischen Absolutimus ist der französische König Ludwig XIV. .

Schädel
Beim Aufbau des Schädels unterscheidet man zwischen Gesichts- und Gehirnschädel.

Igel
Im Oktober ist es wieder soweit: Der Igel hält seinen Winterschlaf bis zum Frühlingsmonat April.

Libyen
Der nordafrikanische Staat Libyen gilt als höchstentwickelter Staat Afrikas.

Kalenderblatt vom 9. Februar

1801 Kaiser Franz II. Joseph Karl von Österreich und Napoleon Bonaparte schließen den Frieden von Lunéville.
1893 Uraufführung der Oper "Falstaff" von Giuseppe Verdi.
1946 Die Vollversammlung der Vereinten Nationen lehnt den Aufnahmeantrag Spaniens ab. Erst zehn Jahre später kann Spanien der UNO beitreten.