La Traviata
Aus WISSEN-digital.de
Oper von G. Verdi in drei Akten. Das Libretto in italienischer Sprache stammt von Francesco Maria Piave nach dem Schauspiel "La dame aux camélias" ("Die Kameliendame") von Alexandre Dumas d.J. "La Traviata" ist Verdis einzige Oper mit aktuellem Handlungsbezug.
Die Uraufführung des Stücks fand am 6. März 1853 im Teatro La Fenice (Venedig) statt.
Die wichtigsten Personen
Violetta Valéry, schwerkranke Dame der Pariser Halbwelt (Sopran)
Flora Bervoix, Freundin von Violetta, die gerne Feste feiert (Sopran)
Annina, Dienerin und Vertraute Violettas (Mezzosopran)
Alfredo Germont, Geliebter Violettas (Tenor)
Giorgio Germont, sein Vater (Bariton)
Gastone, Bekannter Violettas (Bariton)
Barone Douphol, Bekannter Violettas, auch ihr Verehrer (Bariton)
Marchese d'Orbigny, Bekannter Violettas (Bass)
Dottore Grenvil, Violettas Arzt (Bariton)
Giuseppe, Violettas Diener (Tenor)
Handlung
Die Oper spielt um 1850 (in einer zweiten Version um 1700) in Paris.
Die weibliche Hauptrolle liegt bei Violetta Valéry, einer schwerkranken Dame der Pariser Halbwelt. Als sie sich in Alfredo Germont verliebt, gibt sie ihr Leben in Paris auf und zieht mit ihm in ein Landhaus in der Umgebung von Paris. Ihr Glück nimmt ein Ende, als Alfredo erfährt, dass Violetta ihren gesamten Besitz aufgegeben hat, um ihr gemeinsames Leben zu finanzieren. Während er in Paris versucht, Geld zu beschaffen, taucht sein Vater bei Violetta auf, denn Violettas schlechter Ruf gefährdet die Heirat von Alfredos Schwester. Violetta opfert ihre Liebe und gibt gegenüber Alfredo vor, ihm untreu gewesen zu sein. Die beiden sehen sich auf einem Ball wieder: Alfredo wirft Violetta beim Spielen gewonnes Geld vor die Füße, um sie so für ihre Dienste zu bezahlen. Als Alfredo schließlich von Violettas Opfer erfährt, liegt diese bereits im Sterben. Alfredo sucht Violetta auf, sie stirbt in seinen Armen.
Zum Werk
Bedeutsam ist die Singstimme Violettas: In ihr kommt die Dramatik der Figur zum Ausdruck. Charakterisch ist das Parlando; die Übergänge zwischen ariösen und rezitativen Partien sind fließend. Das Orchester bleibt über weite Strecken des Werks im Hintergrund, wie auch große Ensembleszenen kaum vorkommen. Bekannt wurde vor allem das Trinklied "Libiamo".
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