Kalter Krieg
Aus WISSEN-digital.de
Bezeichnung für die Konfrontation zwischen den Supermächten USA und UdSSR einschließlich ihrer Bündnissysteme (NATO und Warschauer Pakt). Die Spaltung der Welt durch diese Konfrontation bildete sich nach dem Zweiten Weltkrieg heraus und bestimmte bis zum Ende der 1980er Jahre als Weltkonflikt die Internationale Politik. Durch "ideologische Kriegsführung", wirtschaftlichen und militärischen Druck sowie Isolierungs- und Eindämmungspolitik wurde seitens beider Bündnissysteme versucht, den Gegner zu schwächen.
Als Höhepunkt des Kalten Krieges bezeichnet man die Zeit zwischen 1962-1965 (Kubakrise, Suezkrise), als der Ausbruch eines atomaren Dritten Weltkrieges drohte. Der Konflikt wurde durch direkte und indirekte militärische Aktionen sowie Rüstungsexporte der beiden Supermächte in Regionalkonflikte der Dritten Welt getragen (Afghanistan, Nicaragua, Vietnam).
Das Ende des Kalten Krieges markierte der politische und ökonomische Zusammenbruch des sozialistischen Staatenbundes und als Folge die Auflösung des Warschauer Paktes. Die Folgen des Kalten Krieges sind aber dennoch risikoreich: durch die Bündnispolitik zusammengehaltene Konfliktherde sind in den letzten zehn Jahren mannigfaltig in vielen Teilen der Welt ausgebrochen (Jugoslawien, Afrika); die Überrüstung der Welt zeigt dort ihre Spätfolgen. Siehe auch Ost-West-Konflikt.
| Audio-Material | |
|---|---|
| Rede von US-Präsident John F. Kennedy zur Kubakrise am 25. Oktober 1962. | |
| Willy Brandt im Dezember 1972 zum Grundlagenvertrag mit der DDR. | |
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