Hamburg (Stadt)

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    Hamburg

    Bundesland Hamburg
    Höhe 6 m.ü.NN
    Fläche 755 km²
    Einwohner 1.771.000
    Vorwahl 040
    KFZ-Kennzeichen HH
    Webpräsenz www.hamburg.de

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    Hamburger Rathaus

    zweitgrößte Stadt Deutschlands. Hamburg ist ein eigenes Bundesland und liegt an beiden Seiten der unteren Elbe. Die Universitätsstadt liegt auf einer Fläche von 755 km² und hat 1,71 Millionen Einwohner. Sie ist der wichtigste Seehandelsplatz Deutschlands: Die Gesamtfläche des Hafens beträgt über 40 km². Von hier aus gibt es Schiffsverbindungen mit allen bedeutenden Häfen der Erde. Reedereien, Werften, Maschinen-, Metall-, Möbel- und chemisch-pharmazeutische Industrie bestimmen das Wirtschaftsleben der Stadt. Der 450 m lange Elbtunnel verbindet die Ufer der Elbe.

    Kunst und Kultur

    In Hamburg sind nur noch wenige historische Gebäude erhalten geblieben. Die meisten sind durch den großen Stadtbrand 1842 oder durch die Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges zerstört worden. 1678 wurde in Hamburg das erste öffentliche Opernhaus Deutschlands eröffnet.

    Landungsbrücken in Hamburg

    Sehenswert ist das ab 1886 gebaute Rathaus. Der im Zweiten Weltkrieg ausgebrannte Turm der Nikolaikirche wurde als Mahnmal unverändert stehen gelassen. Wahrzeichen der Stadt ist der Hamburger Michel, der Turm der Michaeliskirche. Der Hagenbeck'sche Zoo revolutionierte zur Zeit seiner Gründung (1907) die Auffassungen von der Tierhaltung.

    Geschichte

    Der Name der Stadt geht wohl auf "Hammaburg" zurück. Hamburg war ursprünglich sächsische Gauburg (Fluchtburg), also ein von Karl dem Großen gegründeter fränkischer Königshof. Nach 831 wurde das Bistum Hamburg gegründet, 834 das Erzbistum Hamburg, das nach dem Normanneneinfall (845) nach Bremen verlegt wurde. Seit dem 10. Jh. war Hamburg ein wichtiger Stützpunkt im Kampf gegen die Slawen (Mark der Billunger), seit 1111 stand die Stadt unter Hoheit der (Schauenburger) Grafen von Holstein. Friedrich Barbarossa gewährte der Stadt Handelsprivilegien und städtische Freiheiten und ermöglichte so die Entwicklung zum großen Ausfuhrhafen (Handelsbeziehungen nach England und nach Brügge).

    Speicherstadt in Hamburg

    Eine Blütezeit folgte in den Jahren 1300 bis 1450. Hamburg war gründendes und namhaftes Mitglied der Hanse. Seit Ende des 16. Jh.s erreichte die Stadt durch den Handel mit England und mit den Niederlanden den Aufstieg zum führenden Seehandelsplatz auf Kosten Lübecks und in der Nachfolge Antwerpens. Die Stadt hat ihre Unabhängigkeit trotz innerer Zwistigkeiten gegen Holstein und Dänemark behauptet. Seit 1770 besaß sie einen Sitz und eine Stimme im Reichsstädtekollegium des Reichstags. Während der Napoleonischen Kriege verlor Hamburg seine Unabhängigkeit und wurde 1810 bis 1814 Hauptstadt des französischen Departement der Elbmündungen. Der Handel erlitt schwere Verluste durch die Kontinentalsperre und Kontributionen. Nach der Niederlage Napoleons wurde Hamburg 1815 souveräne "Freie Stadt" im Deutschen Bund. 1842 kam es zu einem verheerenden Stadtbrand, dem so genannten "großen Brand", der mehr als 4000 Gebäude zerstörte. 1867 wurde Hamburg Mitglied im Norddeutschen Bund. Ab 1871 war die Stadt im neu gegründeten Deutschen Reich eine Hochburg des Freihandels, die erst 1888, nach einem Konflikt mit Bismarck, an das deutsche Zollgebiet angeschlossen wurde. 1892 kam es zu einer schweren Choleraepidemie. 1938 entstand unter der nationalsozialistischen Herrschaft Groß-Hamburg (mit Altona, Harburg u.a.). Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch Luftangriffe schwer getroffen. Heute ist Hamburg wieder größter deutscher Handelshafen. 1962 litt die Stadt unter einer großen Sturmflut.



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