Farbensinn

Aus WISSEN-digital.de

Der Begriff Farbensinn bezeichnet beim Menschen, bei Wirbeltieren und einer Anzahl von Insekten die Fähigkeit des Auges, mit den Zapfen der NetzhautFarben unabhängig von ihrer Helligkeit wahrzunehmen.

Für die Farbempfindung müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein:

Der Reiz muss eine bestimmte "Farbschwelle" erreichen, um als Farbe wahrgenommen zu werden; Er muss eine bestimmte Zeit andauern ("Farbenzeitschwelle"); Das Licht muss auf der Netzhaut eine bestimmte Fläche treffen ("Farbenfeldschwelle"). Das menschliche Auge vermag etwa 160 Farbtöne mithilfe der Zapfen zu unterscheiden, die durch Strahlen der Wellenlängen von 760 Millimeter (rot) bis 380 Millimeter (violett) erzeugt werden. Es gibt drei verschiedene Substanzen bzw. Farbempfindungselemente in den Zapfen, von denen die eine die Empfindung rot, die zweite grün und die dritte blau auslöst. Durch Mischung dieser drei Grundfarben entstehen sämtliche Farbtöne des Spektrums (Theorie des trichromatischen [dreifarbigen] Sehens nach Th. Young und Helmholtz). Die farblosen Seheindrücke, z.B. reines weißes Licht oder graue Oberfläche, entstehen, wenn alle drei Komponenten gleich stark, der Farbeindruck schwarz, wenn keine Komponente erregt wird. V. Studnitz hat drei Sehstoffe in den Zapfen nachweisen können, deren Absorptionsmaxima etwa der Young-Helmholtz'schen Dreikomponententheorie entsprechen. Der Gegenfarbentheorie von Hering wird der oft erkennbare Antagonismus von vier Urfarben zu Grunde gelegt: rot - grün, gelb - blau. Nach Hartridge ist die Farberkennung nicht nur von der Reizung durch Wellenlängen und Intensität abhängig, sondern auch ein Vorgang höherer Gehirnprozesse.

Die Prüfung des Farbsehens ist für bestimmte Berufszweige, vor allem des Verkehrswesens, wichtig und wird mit entsprechenden Farbtafeln (nach Ishihara, Velhagen oder Stilling) oder exakter mit dem Anomaloskop nach Nagel durchgeführt, an dem eine Mischung und ein Vergleich spektralen Lichtes vorgenommen wird.


www.Theorie24.de
Anatomie des Fußes

Das Skelett des Fußes besteht aus sieben Fußwurzelknochen (Sprungbein, ...

"Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schöne zu finden: Wir müssen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht."
Ralph Waldo Emerson

aus Zitatenschatz.de

Themen

Ludwig XIV.
Ein typischer Vetreter des höfischen Absolutimus ist der französische König Ludwig XIV. .

Schädel
Beim Aufbau des Schädels unterscheidet man zwischen Gesichts- und Gehirnschädel.

Igel
Im Oktober ist es wieder soweit: Der Igel hält seinen Winterschlaf bis zum Frühlingsmonat April.

Libyen
Der nordafrikanische Staat Libyen gilt als höchstentwickelter Staat Afrikas.

Kalenderblatt vom 25. Mai

1895 Der Ästhet und Dandy Oscar Wilde wird wegen homosexueller Beziehungen zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Wilde, zuvor der literarische Abgott der englischen Gesellschaft, wird fortan totgeschwiegen. Er zerbricht an der viktorianischen Moral, die er einst in seinen Werken kritisierte.
1944 Island wird durch Volksabstimmung unabhängig von Dänemark.
1963 30 afrikanische Staaten schließen sich zur Organisation für die Afrikanische Einheit ("Organization of African Unity", OAU) zusammen und unterzeichnen eine Afrika-Charta.