Fanny Lewald

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deutsche Schriftstellerin; * 24. März 1811, † 5. August 1889

Als siebzehnjähriges Mädchen war Fanny Lewald, die Tochter eines wohlhabenden jüdischen Kaufmanns in Königsberg, zum Christentum übergetreten, um ihren Jugendfreund heiraten zu können. Sie erkannte bald, dass ihr Entschluss mehr Zweckgründen als innerer Notwendigkeit entsprach, verzichtete auf diese Ehe und kehrte zum jüdischen Glauben zurück. Fanny Lewald unternahm daraufhin ausgedehnte Reisen nach Frankreich, Spanien und Italien; in Italien lernte sie Garibaldi kennen.

Mit ihrem Gatten, dem Schriftsteller Adolf Stahr, begründete sie in Berlin einen literarischen Salon, der um die Mitte des Jahrhunderts ein Zentrum des geistigen Lebens wurde. Mit dem Roman "Diogena" (1847) leistete sie sich eine beißende Satire auf ihre literarische Rivalin Gräfin Ida Hahn-Hahn. Der 1849 erschienene Roman "Prinz Louis Ferdinand von Preußen" wurde eher eine überschwängliche Huldigung an Rahel Varnhagen als eine Würdigung des Titelhelden. Der demokratischen Freiheitsbewegung von 1848 setzte Fanny Lewald in ihrem Erinnerungsbuch "Wandlungen" ein Denkmal. In allen ihren Werken, besonders in dem kulturhistorisch bedeutsamen ostpreußischen Heimatroman "Die Familie Darner", sind ihre Bemühungen um die soziale und rechtliche Gleichstellung der Frauen erkennbar.


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"Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schöne zu finden: Wir müssen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht."
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