Dach (Bautechnik)

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oberer Abschluss eines Gebäudes zum Schutz gegen Witterungseinflüsse. Dies bedingt die Grundform der geneigten Fläche. Die Form des Daches bestimmt Bild und Wirkung des gesamten Bauwerkes wesentlich mit.

Man unterscheidet hauptsächlich Flach- und Steildächer sowie Hänge- und Schalendächer.

Steildächer beinhalten immer einen Dachraum (Dachwohnung, Dachboden), der durch den Dachstuhl mit der Dachdeckung (Dachkante) entsteht. Die obere Schnittkante zweier Dachflächen nennt man First, die untere Begrenzung einer Dachfläche Traufe. Eine Dachrinne nimmt das Regenwasser auf und leitet es ab. Dachaufbauten sind Bauteile, die über die Grundfläche eines Daches hinausragen (Attiken, Blendgiebel, Fenster, Schornsteine, Zwerchhäuser, Maschinenhäuser für Aufzüge, Terrassen, Penthouses u.a.). Den Abschluss eines Steildaches nennt man Dachdeckung.

Nach Art der Dachfläche unterscheidet man ungebrochene, gebrochene, gebogene, runde Dächer; nach Dachneigung das Flach-, Schräg-, Steil-, Terrassendach. Die wichtigsten Dachformen sind: Pultdach (eine einzige schräge Dachfläche); Sattel- oder Giebeldach (am weitesten verbreitet); Grabendach (nebeneinander angeordnete Satteldächer); Scheddach (nebeneinander angeordnete Pultdächer); wenn an die Giebelseiten angeordnete Dachflächen zu einem Giebeldach hinzukommen, spricht man von einem Walmdach; Schopfwalm- bzw. Krüppelwalm- oder auch Fußwalmdächer werden sie genannt, wenn das Walmdach nicht die ganze Giebelhöhe beansprucht; Mansard-Dach (nach dem französischen Architekten Jules Hardouin-Mansart benannt) ist ein geknicktes Dach, dessen unterer Teil steiler ist als der obere Teil des Daches. Das Mansarddach kommt in verschiedenen Ausprägungen vor, als Giebeldach, als Fußwalmdach, als Walmdach, meist mit einer Dachwohnung. Das Walmdach weist häufig Zwerchhäuser auf.

Die unterschiedlichsten Turmformen variieren Dachformen zusätzlich. Turmdachformen sind z.B. das Satteldach, Zeltdach über Quadrat, Kreuzdach (bei zwei sich schneidenden Satteldächern), Faltendach (bei zwei Giebeln an jeder Turmseite), Rhombendach (bei aufsteigenden Gratspitzen von den vier Giebelspitzen), Kegeldach (über einem Kreis), Spitzhelm (über einem Achteck), Kuppel, Zwiebel u.a.

Das segelartig durchhängende Hängedach und auch das Schalendach sind erst durch moderne Tragwerke ermöglicht worden. Mit doppelt gekrümmten Schalen werden größte Kuppelbauten aus Spannbeton gebaut (für besonders große Spannweiten oder für weit auskragende Überdachungen wie z.B. von Stadiontribünen).


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