Brexit macht Frankfurt zum begehrten Standort für Finanzunternehmen

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    Die Entscheidung der britischen Bevölkerung für den Brexit war eine große Überraschung. Die Folgen dieser Entscheidung reichen weit - und das nicht nur für die Europäische Union, sondern ebenso für die Briten. Einige Unternehmen müssen sich auf gravierende Änderungen einstellen, ganz besonders die Finanzbranche. Für etliche Finanzunternehmen, wie Banken, Investmentgesellschaften und Versicherer, steht fest, dass sie Ihren Unternehmenssitz verlagern müssen, um weiterhin internationale Geldgeschäfte tätigen zu können.

    Finanzunternehmen suchen neue Standorte

    Bei der Suche nach neuen Unternehmensstandorten zählt Frankfurt am Main zu den führenden Kandidaten. Schon jetzt informieren sich viele Geldinstitute, sie prüfen ob eine Verlegung an die Rhein-Main Metropole für sie infrage kommt. Zugleich haben sogar schon Mitarbeiter einiger Banken damit begonnen, sich mit der Stadt Frankfurt näher zu befassen. Als Folge sind Immobilienentwickler, Eigentümer und Makler gut beschäftigt, sie bereiten sich intensiv auf die Neuankömmlinge vor.

    Dass sich die meisten Finanzunternehmen in Frankfurt am Main ansiedeln werden, gilt als wahrscheinlich. In der größten Stadt von Hessen sind nämlich zahlreiche Büroflächen verfügbar. In den vergangenen Jahren wurde fleißig gebaut. Es sind viele neue Bürogebäude und Rechenzentren entstanden, die in Sachen Nutzbarkeit stark auf die Belange der Finanzbranche zugeschnitten sind.

    Als Folge der guten Verfügbarkeit sind die Preise nicht rasant in die Höhe geklettert. Die üblichen Mietpreise pro Quadratmeter Bürofläche belaufen sich je nach Lage des Gebäudes auf Beträge von ca. 15 bis 35 Euro. Unternehmen, die mehr über aktuelle Mietpreise für Büroflächen in Frankfurt erfahren möchten, können sich mittlerweile gut online informieren.

    Was Frankfurt am Main so attraktiv macht

    Einige Menschen sind überrascht, weshalb gerade Frankfurt so häufig im Zusammenhang mit dem Brexit und den damit einhergehenden Standortverlagerungen der Finanzunternehmen genannt wird. Schließlich gibt es noch weitere deutsche Metropolstädte, wie z.B. Berlin, Hamburg und München. Insbesondere die Bundeshauptstadt hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erfahren und ist regelrecht „hip“ geworden - mehr und mehr Unternehmen siedeln sich dort an.

    Doch es gibt gute Gründe, weshalb sich Finanzunternehmen für die Rhein-Main Metropole so sehr interessieren. Hauptgrund ist die Bedeutung innerhalb der Finanzbranche. Zwar hat London als europäischer Finanzstandort bislang eindeutig dominiert, doch gleich an zweiter Stelle folgt Frankfurt. Schon heute sind mehrere hundert mittelgroße bis große Finanzdienstleister in der hessischen Großstadt angesiedelt - und rund 70 Prozent davon sind international tätig.

    Hinzu kommen unzählige kleinere Unternehmen aus der Finanzbranche. Als Folge kann Frankfurt mit einer hervorragenden Infrastruktur aufwarten. Ob Büroflächen, technische Infrastruktur oder Support-Dienstleister: Alle notwendigen Dinge sind längst vorhanden.

    Frankfurter Flughafen ist ein großer Bonuspunkt

    Ein weiterer Punkt ist der Frankfurter Flughafen, der eine hervorragende Mobilität verspricht. Viele Banker können sich zwar vorstellen, in Frankfurt zu arbeiten, möchten aber dennoch ihre Wochenenden zu Hause in England verbringen. Dank des nahen Flughafens geht kaum Zeit verloren, zumal die Flugdauer nach London keine 45 Minuten beträgt. Sollten die Flugverbindungen womöglich ausfallen, wäre London selbst mit dem Auto innerhalb eines angemessenen Zeitraums erreichbar.

    Zum Thema Flughafen ist anzumerken, dass auch dieser als Bürostandort stark an Bedeutung gewonnen hat. In den vergangenen Jahren wurden dort zahlreiche Büroflächen geschaffen. Gerade für Unternehmen, die überwiegend international agieren, sind solche Flächen ungemein attraktiv. Die Nähe zum Stadtkern Frankfurt und beispielsweise zum Bankenviertel ist damit nur bedingt gegeben, doch im Hinblick auf die optimale Anbindung an den Flughafen stören sich nur wenige Unternehmen daran.



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