Arbeitskleidung - das sollte man wissen

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    Arbeitskleidung gibt es in vielen verschiedenen Facetten. Neben Uniformen, wie Polizisten oder Feuerwehrleute sie tragen, spielt vor allem auch die Sicherheit der Arbeitskleidung eine wichtige Rolle. Teilweise ist sie sogar gesetzlich vorgeschrieben. Viele Unternehmen setzen einheitliche Arbeitskleidung aber auch als Marketinginstrument ein.

    Was gehört zur Schutzkleidung?

    Grundsätzlich wird zwischen normaler Arbeitskleidung und Schutzkleidung unterschieden. Für beide Bereiche gibt es unterschiedliche rechtliche Regelungen. Besonders im Handwerk und der Industrie, aber speziell auch im Polizei- und Militärwesen und in vielen anderen Sektoren kommt Schutzkleidung zum Einsatz. Sie ist notwendig, um den Arbeitnehmer in unterschiedlichen Bereichen zu schützen. Bei verschiedenen Tätigkeiten ist Schutzkleidung verpflichtend. Dann ist der Arbeitgeber dafür verantwortlich, seinen Mitarbeitern diese kostenlos zur Verfügung zu stellen. Diese sind wiederum dafür verantwortlich, den bereitgestellten Schutz wahrzunehmen, ansonsten kann es im Schadensfall zu Problemen mit der Versicherung kommen. Zur Schutzkleidung gehören unter anderem:

    • Sicherheitshandschuhe
    • Helme
    • Schutzbrillen
    • Atemschutz
    • Laborkittel
    • Gehörschutz
    • Schutzanzüge

    Auch normale Arbeitskleidung kann verpflichtend sein

    Die normale Arbeitskleidung ist in der Regel nicht verpflichtend, solange dies nicht vertraglich festgehalten ist. Zum Beispiel müssen sich Menschen in uniformierten Berufsfeldern, wie Polizei, Post oder Militär dazu bereit erklären, die Uniform zu tragen. Diese wird ihnen jedoch kostenlos bereitgestellt. Auch Einkaufsmärkte etc. verpflichten ihre Mitarbeiter aus oftmals vertraglich, aus Marketinggründen einheitliche Kleidung mit Firmenlogo zu tragen. Dann ist das Unternehmen ebenfalls verpflichtet, entsprechende Arbeitsbekleidung zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus gibt es für Arbeitgeber die Möglichkeit, vertraglich einen gewissen Dresscode festzulegen. Das ist zum Beispiel bei den meisten Banken und vielen Modehäuser gegeben. In diesen Fällen muss für gewöhnlich der Arbeitgeber nicht für die Arbeitskleidung aufkommen, da die Mitarbeiter auch die Möglichkeit haben, die Kleidung privat zu tragen.

    Sicherheitsschuhe – darauf sollte man achten

    Arbeitsschuhe der Schutzklasse S3 - Copyright: www.skillers.com

    Sicherheitsschuhe sind die Schutzbekleidung, die in Deutschland am öftesten Verwendung findet. Dabei handelt es sich um Schuhe, in die vorne eine Sicherheitskappe eingearbeitet ist, um die Füße vor schweren herabfallenden Gegenständen zu schützen. Sie kommen zum Beispiel in der Metall- und Holzindustrie zum Einsatz, aber auch auf Baustellen und vielen anderen Bereichen. Bei der Anschaffung sollten Unternehmen nicht nur darauf achten, dass die Schuhe die nötigen Sicherheitsstandards erfüllen, sondern auch bezüglich der folgenden Aspekte für das Einsatzgebiet geeignet sind:

    • Rutschfeste Sohle
    • Fütterung
    • Atmungsaktivität
    • Knöchelschutz
    • Eventuell Schutz gegen Wasser oder Hitze

    Steuerliche Aspekte bei der Arbeitskleidung

    Der Arbeitnehmer kann die Arbeitskleidung steuerlich geltend machen, sofern er selbst einen Anteil daran bezahlt hat. Das gilt aber nur für Kleidung, die er lediglich auf der Arbeit tragen kann, also Arztkittel, Sicherheitsschuhe etc. Bei gewöhnlicher Berufskleidung, die auch im Alltag getragen werden kann und darf, besteht das Finanzamt aber in der Regel auf Abgaben. Unternehmen können Arbeitskleidung üblicherweise als Betriebskosten abrechnen. Im Regelfall verfügen Unternehmen nicht über die Möglichkeit, Arbeitskleidung selbst reinigen zu können. Das gilt insbesondere für Unternehmen, bei denen Harze oder chemische Mittel zum Einsatz kommen. Die Kosten für eine professionelle Reinigung wiederum können von der Steuer abgesetzt werden. Gleiches gilt auch für die Arbeitnehmer. Reinigen sie ihre typische Berufskleidung (Uniform, Kittel etc.) zu Hause, können sie damit verbundene Kosten, wie Waschpulver, Strom und Abnutzung der Waschmaschine, von der Steuer absetzen. Auch die Kosten für eine professionelle Reinigung übernimmt der Staat teilweise. Hier sollten auf jeden Fall sämtliche Quittungen aufbewahrt werden, um nicht mit dem Finanzamt in Konflikt zu geraten.



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