Sifakas

    Aus WISSEN-digital.de

    (Propithecus)

    Sifakas sind in zwei Arten nur noch in einigen bestimmten Urwaldgebieten Madagaskars zu finden, wo sie sich bevorzugt in hohen Bäumen aufhalten.

    Sifakas erreichen eine Körperlänge von 50 Zentimetern, wobei der buschige Schwanz mindestens noch einmal so lang ist wie der Rest des Körpers. Während der Diademsifaka (Propithecus diadema) dunkelbraun bis schwarzbraun gefärbt ist, weist der Larvensifaka (Propithecus verreauxi) einen helleren Grundton auf; einige Unterarten des Larvensifakas sind sogar weiß. Beide Arten zeichnen sich durch ein leicht hundeähnliches Gesicht und eine schwarze Gesichtsmaske aus. Die relativ großen Augen haben einen gelblichen Farbton und sind starr nach vorne gerichtet. Sifakas haben relativ kurze Arme, dafür aber längere Beine, die zudem mit einem Greiforgan ausgestattet sind. Sie sind äußerst geschickte Kletterer, die auch sicher von Baum zu Baum springen und dabei Entfernungen von bis zu gut zehn Metern überwinden. Der Name der Sifakas leitet sich von der Art ihrer Lautäußerung ab: der niesende Ton hört sich wie "Schi-fak" an.

    Sifakas ernähren sich ausschließlich von tierischer Kost und fressen bevorzugt die Früchte und Blätter von Wolfsmilchgewächsen, außerdem Blüten und auch Baumrinde.

    Sifakas leben in kleineren Gruppen von bis zu zehn Tieren. Über das Fortpflanzungsverhalten der seltenen Affen ist nicht allzu viel bekannt. Nach etwa fünf Monaten Tragzeit bringt das Weibchen meist nur ein Jungtier zur Welt, dessen Augen bereits geöffnet sind. Zunächst klammert sich das Junge quer an der Bauchseite der Mutter fest. Nach etwa einem Monat klettert es dann auf ihren Rücken, wo es noch bis zu einem Alter von etwa einem halben Jahr geduldet wird.

    Wegen der zunehmenden Zerstörung ihres Lebensraumes zählen die beiden Sifakaarten heute zu den bedrohten Tierarten.

    Systematik

    Gattung aus der Familie der Lemuren (Lemuridae) in der Teilordnung der Lemurenartigen (Lemuriformes).

    Kalenderblatt - 28. Mai

    1905 In der Seeschlacht von Tsuschima vernichten die Japaner die russische Flotte.
    1955 Die Amerikaner schießen zwei Affen mit einer Jupiter-Rakete in den Weltraum. Ihr ballistischer Ausflug dient der Vorbereitung von Raumflügen der US-Astronauten.
    1967 Der Engländer Sir Francis Chichester kehrt nach rund 200 Tagen von einer Weltumseglung zurück. Er vollbrachte die erste Alleinfahrt um die Welt.