Technisch-praktische Werbegeschenke: Möglichkeiten und Ideen für Unternehmen

    Aus WISSEN-digital.de

    Promotional-products-694791.png Die Zeiten, in denen faktisch jedes Werbegeschenk ungeachtet seiner Art und Aufmachung realistische Hoffnung auf positive Effekte beim Beschenkten machen durfte, sind bereits seit vielen Jahren vorbei. Tatsächlich befinden wir uns sogar schon an einem Punkt, an dem einige „Klassiker“ durch Überbenutzung oder mangelnde Verbindung zum heutigen Zeitgeist regelrechte „Antiwerbung“ generieren können – etwa die billig-formlose Kappe mit Firmenlogo, die mancher heutzutage nicht mal für die Gartenarbeit tragen würde, geschweige denn in der Öffentlichkeit.

    Wer heute mit Geschenken effektiv werben möchte, sollte daher bei vielen Zielgruppen eher einen technischen bzw. praktischen Ansatz verfolgen. Das Stichwort lautet „Gadgets“ und es umfasst eine Menge Optionen, von denen wir auf den folgenden Zeilen fünf im Detail beleuchten.

    Taschenmesser bzw. Taschen- oder Multi-Tools

    Diese Situation dürfte vielen Lesern bekannt vorkommen: Der Paketbote hat gerade ein Päckchen gebracht. Falls nicht gerade das scharfe Sortiment einer Küche in der Nähe ist, ist man in einer solchen Lage schnell geneigt, zwischen Schlüssel und Kugelschreiber diverse Hilfsmittel zu zweckentfremden, um Klebeband und Co. zu zerteilen – nicht selten mit schädlichen Ergebnissen für das „Werkzeug“. Allerdings ist es nicht nur die omnipräsente Welt des Online-Shoppings, die ein Taschenmesser bzw. artverwandte Werkzeuge nach wie vor sinnvoll macht – selbst wenn in der Tat jeder zweite Deutsche mittlerweile ein- oder mehrmals wöchentlich etwas bestellt. Nein, es geht noch viel weiter:

    1. Selbst, wenn das Taschenmesser wirklich nur diese eine Klinge aufweist, findet es täglich zig Anwendungen zwischen abstehendem Jackett-Faden, der gebändigt werden will, Frühstücksbrötchen, das zu öffnen ist, Fingernagelreinigung und dem Aufschneiden widerspenstiger Blister-Verpackungen.
    2. Durch das klappbare Konzept können Taschenmesser noch zahlreiche andere nützliche Werkzeuge mit sich führen. Mehr noch: Durch Anbieten unterschiedlicher Kombinationen von Klinge und Werkzeug lassen sich verschiedene Zielgruppen präziser ansprechen.
    3. Es gibt obendrein noch verschiedene andere Taschenwerkzeuge. Sie verfolgen zwar einen nahezu deckungsgleichen Ansatz, sind aber konstruktiv anders aufgebaut als die Kombination aus Griff, Scharnier, Werkzeugklinge. Dadurch sind sie beispielsweise eher geeignet, um im Portemonnaie verstaut zu werden. Dem Nutzwert tut das allerdings keinen Abbruch.

    Bloß eines sollten Unternehmen bedenken: Selbst das kleinste Schlüsselanhänger-Werkzeug mit Messerklinge kann unter das deutsche Waffenrecht fallen. Taschenmesser und Multi-Tools jeder Art sollten deshalb keinesfalls gleichzeitig eine Einhand-Öffnung und eine Verriegelung der Klinge im geöffneten Zustand besitzen. Andernfalls dürfen solche Messer ohne besonderen Grund gar nicht in der Öffentlichkeit getragen (Amtsdeutsch „geführt“) werden. Lediglich, wenn höchstens eines dieser beiden Merkmale vorhanden ist, ist eine grundsätzliche Legalität gewährleistet.

    Feuerzeug-Tools

    Die Zahl der Raucher als Primärnutzer von Feuerzeugen mag zwar seit Jahren rückläufig sein. Dennoch kann es im Alltag ebenso nützlich sein, ein stets bereites Feuerzeug mitzuführen wie es beim Taschenmesser der Fall ist.

    Grundsätzlich sollten Firmen sich entweder für die klassische gasbetriebene oder modernere elektrische Feuerzeugvariante entscheiden. Nur diese müssen, auch ohne Benutzung, nicht andauernd nachgefüllt/nachgeladen werden – im Gegensatz zu Benzinfeuerzeugen. Wenn, dann sollte aber der Gedanke im Raum stehen, ob sich die tragbare Flamme nicht mit dem Werkzeug-Thema kombinieren lässt.

    Aus den USA kommt aktuell ein diesbezüglicher Trend: Taschenwerkzeuge, die schlicht über ein Feuerzeug geschoben werden – typischerweise eines in der Form der besonders weit verbreiteten Bic- und Clipper-Feuerzeuge. Daran finden sich ähnliche Alltagshelfer wie bei einem Taschenmesser. Bloß alles etwas kompakter, leichter und optisch nonchalanter.

    Multifunktionsstifte

    Das ideale Werbegeschenk wirkt deshalb, weil sein Nutzer es am besten häufig mit einer Problemlösung assoziiert. In dem Fall entsteht eine interessante gedankliche Verbindung:

    Problem -> Werbegeschenk als Lösung -> Schenkender als positiv konnotierte Figur

    Es liegt auf der Hand, dass diese Wirkung umso stärker eintritt, je mehr Probleme ein Werbegeschenk zu lösen vermag. Damit wären wir bei einem sehr funktionalen Helfer angelangt, der dort ansetzt, wo Taschenmesser enden: Der Multifunktionsstift. Im Mindestmaß kann er nicht nur schreiben, sondern ebenso Touch Screens bedienen. Einige Exemplare beherrschen jedoch noch deutlich mehr – integrieren Metermaß, Schraubendreher, Wasserwage und Ähnliches.

    Vielleicht wird nicht jeder Beschenkte all diese Funktionen täglich benötigen. Da die Stifte jedoch sorgsam zusammengestellt sind, decken sie eine breite Anwendungsbasis ab – und es wird bei vielen der Tag kommen, an dem selbst eine bislang nicht verwendete Funktion Abhilfe schafft. Dann glänzt das dahinterstehende Unternehmen einmal mehr.

    NFC-Fundsystem-Gadgets

    NFC – Near Field Communication – ist durch seine Verbreitung in Smartphones heute ein sehr wichtiger und äußerst multifunktional einsetzbarer Funkstandard. Die vielleicht sinnvollste Anwendung im Bereich von (günstigen) Werbegeschenken sind Schlüsselanhänger und ähnliche kleinen Gadgets, bei denen die Technik zum Auffinden genutzt wird.

    Zwar beträgt die aktive NFC-Reichweite nur höchstens 20 Zentimeter. Im passiven Modus sind es jedoch eher zwei Meter. Das kann definitiv genügen, um Schlüssel, Portemonnaie und ähnliche kleine Gegenstände wiederzufinden.

    Hinzu kommt: Die Vielfalt derart ausgestatteter Werbegeschenke ist extrem hoch. Zudem lässt sich mit der Technik noch mehr kombinieren – wodurch ein Schlüsselanhänger beispielsweise auch als digitale Visitenkarte taugt.

    Powerbanks

    Die Powerbank gehört mittlerweile ebenfalls schon fast zu den „Klassikern“ der Werbegeschenke. Denn ihr Aufkommen ist direkt dem Erfolg des Smartphones zu verdanken – der begann Ende der 00er Jahre, nachdem das erste iPhone 2007 auf den Markt kam.

    Bis heute hält sich die Beliebtheit der tragbaren Energiespeicher auf einem hohen Niveau – aus zwei Gründen:

    1. Smartphone-Akkus wurden zwar im Lauf der Zeit größer und leistungsfähiger. Da jedoch ebenso die Leistungen der Chipsätze stiegen und die Displayformate wuchsen, führte das in der Praxis zu einer nicht wirklich gesteigerten Nutzungsdauer.
    2. Für viele Menschen hielten noch weitere tragbare Gadgets Einzug in den Alltag – alle ebenfalls über USB mit Strom versorgt bzw. aufgeladen. Prominent die heute meist drahtlosen, dafür Akku-betriebenen Kopfhörer.

    Insofern ist die Powerbank heute nach wie vor ein sinnvolles Werbeschenk, das zumindest jeden Smartphone-Besitzer erreicht – rechnerisch längst die gesamte erwachsene Bevölkerung Deutschlands. Bloß eines sollten Firmen beachten: Deutlich unter 5.000 Milliamperestunden (mAh) Kapazität sollten es heutzutage nicht mehr sein. Denn nur dann lässt sich ein durchschnittliches modernes Smartphone zumindest einmal mit der Powerbank vollständig aufladen.