Simultanbühne

    Aus WISSEN-digital.de

    Bühnenform im mittelalterlichen Theater. Vornehmlich wurden geistliche und weltliche Spiele auf der Simultanbühne aufgeführt. Die Aufführungen fanden hauptsächlich auf öffentlichen Plätzen statt. Zu den Eigenarten der Simultanbühne gehören die Mobilität der Zuschauer und die teilweise Simultanität des Bühnengeschehens. Auf der Simultanbühne sind die einzelnen Spielplätze neben- oder übereinander aufgebaut. Ein Spielpodium reiht sich an das nächste, und das Publikum bewegt sich, um die Handlung zu verfolgen während der Aufführung von einer Spielstation zur nächsten.

    Zum Teil wird auf den einzelnen Spielflächen gleichzeitig, also simultan, gespielt. Die Simultanbühne kennt keine Auf- und Abtritte der Darsteller, die den Schauplatz nicht verlassen und so während der gesamten Aufführung eine bestimmte Handlungsstation (Himmel, Hölle usw.) repräsentieren. Auf Grund seiner Mobilität ist das Publikum stark in die Handlung mit einbezogen und Teil der theatralen Aufführung. Eine Sonderform der Simultanbühne ist die in England entstandene Wagenbühne.

    KALENDERBLATT - 6. Dezember

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    1882 Die deutsche Kolonialbewegung schafft sich mit der Gründung des "Deutschen Kolonialvereins" ein zentrales Organ.
    1890 Die Oper "Die Trojaner. Erster Teil – Die Einnahme von Troja" von Hector Berlioz wird in Karlsruhe in der deutschen Fassung uraufgeführt.



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