Sibirien (Föderationskreis)

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    Föderationskreis in Russland, umfasst den nördlichen Teil Asiens, jenseits des Ural bis zum Pazifik und von Turkestan und der Äußeren Mongolei bis zum Eismeer, mit 16 Verwaltungsgebieten (u.a. die Republiken Altai und Chakassien, die Region Altai sowie die Oblaste Omsk, Nowosibirsk, Irkutsk); 5,11 Millionen km²; 20,06 Millionen Einwohner; Hauptstadt: Nowosibirsk.

    Industriezentren bei Nowosibirsk, Kurbass, am Baikal und Amur.

    Geschichte

    Im 9. Jh. erste Warägerzüge nach Sibirien. Seit dem 11. Jh. drangen Nowgoroder Kaufleute nach Sibirien vor; 1581 führte Jermak im Auftrag der Kaufherren Stroganow einen Feldzug nach Sibirien durch, dann sehr schnell weitere Besitznahme. Im 17. Jh. Vordringen bis zur Amurmündung, Eroberung von Kamtschatka. Ende 16. und 17. Jh. Gründung von Städten und befestigten Plätzen, u.a. Tobolsk, Tomsk. Weitere Erschließung erst im 19. und 20. Jh. nach Bau der Sibirischen Eisenbahn. Bevölkert wurde Sibirien in früher Zeit durch Jäger, später durch verbannte politisch Missliebige, Strafgefangene und Sektierer, in neuerer und neuester Zeit durch Bauern und die Arbeitermassen der modernen sibirischen Industrie. 1917 Anerkennung der bolschewistischen Herrschaft, dann Gegenrevolution durch Admiral Koltschak, unterstützt von tschechischen Legionären, der Entente und Japan, 1920 bis 1922 Republik des Fernen Ostens. Aufstand niedergeschlagen, 1922 ganz Sibirien mit der UdSSR vereinigt. Die vor allem industrielle Nutzbarmachung des Landes (Steinkohle, Gold, Platin) verspricht große Zukunft.


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