Rudolf Augstein

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    deutscher Publizist; * 5. November 1923 in Hannover, † 7. November 2002 in Hamburg; alias: Moritz Pfeil, Jens Daniel;

    seit 1947 Herausgeber des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", das unter anderem auf Grund seines Enthüllungsjournalismus und der unverblümten Sprache die deutsche Nachkriegspresse stark beeinflusste. Die Auflagenhöhe lag 1970 bereits bei einer Million. Augstein war Gegner der Regierung Konrad Adenauers und schrieb unter dem Pseudonym "Jens Daniel" entsprechend kritische Kommentare. Im Zusammenhang mit der so genannten "Spiegel-Affäre", ausgelöst durch einen angeblich landesfeindlichen Artikel, wurde er 1962 für drei Monate in Haft genommen. Als Buchautor veröffentlichte er unter anderem 1964 "Spiegelungen", 1968 "Preußens Friedrich und die Deutschen" und 1990 zusammen mit Günter Grass "Deutschland, einig Vaterland? Ein Streitgespräch". 2001 wurde Augstein mit dem Ludwig-Börne-Preis ausgezeichnet. Er war seit 1994 Ehrenbürger der Stadt Hamburg.

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    1922 Der Reichstag verabschiedet das Republikschutzgesetz, das unter dem Eindruck der Ermordung von Außenminister Walther Rathenau ausgearbeitet wurde und dem Schutz der demokratischen Staatsform vor politischem Extremismus dienen soll. Es ist zunächst auf fünf Jahre befristet, wird aber 1927 noch einmal um zwei Jahre verlängert.
    1930 Der Reichskanzler Heinrich Brüning löst den Reichstag auf, nachdem die von der Regierung mit Notverordnungsrecht angeordneten Steuererhöhungen von den Abgeordneten abgelehnt wurden.
    1949 Gründung der "Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" (FSK).



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