Robert Gabriel Mugabe

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    simbabwischer Politiker; * 21. Februar 1924 in Masvingo, Nord-Rhodesien (heute Sambia)

    Nach einer streng katholischen Erziehung und dem Besuch mehrerer Jesuitenschulen studierte Robert Gabriel Mugabe u.a. Wirtschafts- und Rechtswissenschaften in Driefontein (1952), Salisbury (1953), Gwelo (heute Gweru) (1954), Tansania (1955-1957) und schließlich in Accra/ Ghana (1958-1960). Er kehrte 1960 als überzeugter Marxist zurück in die damalige britische Kolonie Südrhodesien (heute Simbabwe), wo er sich mit Joshua Nkomo in der Befreiungsbewegung gegen die weiße Minderheitsherrschaft engagierte und drei Jahre später die marxistische Zimbabwe African National Union (ZANU) gründete. 1964 wurde er jedoch zusammen mit anderen revolutionären Aktivisten verhaftet und für zehn Jahre inhaftiert. Nach seiner Entlassung leitete er abermals die militante ZANU-Fraktion. 1979 ersetzten die Briten das rhodesische Regime durch eine Kolonialregierung unter der Leitung eines britischen Gouverneurs, Lord Soames.

    Bei den Parlamentswahlen 1980 gewann Mugabe überraschend und wurde so Ministerpräsident (Wiederwahl 1985). Zu dieser Zeit ließ er 20 000 Mitglieder des Stammes der Ndebele durch seine berüchtigte vierte Brigade töten, weil sie Nkomo - nun sein Widersacher - unterstützt hatten. Da zwei Jahre später das Amt des Ministerpräsidenten abgeschafft wurde, wurde Mugabe Staatspräsident (in den Wahlen von 1990 und 1996 bestätigt). Er war jedoch unfähig, die seit langem versprochenen Reformen durchzuführen: So hatte das Farmland von den Nachfahren der weißen Siedler wieder zurück an die schwarze Urbevölkerung gegeben werden sollen, im Laufe dieses Prozesses kam es jedoch vermehrt - mit Unterstützung des Präsidenten - zu Morden an weißen Landbesitzern.

    Seitdem hat die Politik Mugabes Simbabwe heruntergewirtschaftet: Als Ergebnis von Misswirtschaft und den Zerstörungen durch die schwarzen Besetzer sank die landwirtschaftliche Produktivität des Staates drastisch - das genaue Ausmaß lässt sich aber kaum ermitteln, da sämtliche ausländischen Medien in Simbabwe verboten sind. Dem Land drohen immer wieder Hungersnöte. Weil der Staatspräsident nicht mehr mit den politischen Positionen der Vereinigung übereinstimmte, wurde Simbabwe 2003 aus dem Commonwealth of Nations ausgeschlossen. Außerdem wird Mugabe die Einreise in die Europäische Union verweigert. Simbabwes Staatsoberhaupt ist somit international isoliert.


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