Rita Süssmuth

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    deutsche Politikerin; * 17. Februar 1937 in Wuppertal

    Rita Süssmuth studierte Romanistik und Geschichte in Münster, Tübingen und Paris. Es folgte ein Postgraduiertenstudium in Pädagogik, Soziologie und Psychologie. Als Professorin für Erziehungswissenschaften an der Universität Dortmund trat sie 1981 der CDU bei. Von 1985 bis zu ihrer Wahl in das Amt der Bundestagspräsidentin im Jahr 1988 war sie Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit. 1990 und 1994 wiedergewählt, geriet sie erstmals 1991 in die öffentliche Kritik, als ihr vorgeworfen wurde, dass ihr Mann mit ihrem Dienstwagen privat Reisen unternommen habe. 1996 sorgte sie erneut für negative Schlagzeilen. Diesmal wurde ihr vorgeworfen, sie habe die Flugbereitschaft der Bundeswehr, die für Dienstreisen zur Verfügung steht, privat genutzt, um ihre in Zürich lebende Tochter zu besuchen. Beide Vorwürfe erwiesen sich später als haltlos. Im Juni 2000 erhielt sie den Vorsitz der Einwanderungskommission. Sie schied Ende 2002 auf eigenen Wunsch aus dem Bundestag aus.

    Sie erhielt u.a. den Bambi (1988), den Theodor-Heuss-Preis und die Niedersächsische Landesmedaille (beide 2007) sowie mehrere internationale Ehrendoktorwürden.

    Kalenderblatt - 27. Juli

    1794 Der französische Revolutionsführer Maximilien Robespierre wird gestürzt, nachdem er radikal dafür gesorgt hatte, alle Feinde der französischen Revolution der Guillotine zu übereignen. Er war als Vorsitzender des allmächtigen Wohlfahrtsausschusses für eine beispiellose Terrorgesetzgebung verantwortlich. Einen Tag nach seinem Sturz kommt er selbst unter die Guillotine.
    1894 Es kommt zum Krieg zwischen China und Japan, bei dessen Ende im April 1895 China die Unabhängigkeit Koreas anerkennen muss.
    1955 Der Österreichische Staatsvertrag tritt in Kraft, in dem Österreich von den Alliierten als "souveräner und demokratischer Staat" in den Grenzen vom 1. Januar 1938 anerkannt wird.