Ralph Waldo Emerson

    Aus WISSEN-digital.de

    amerikanischer Schriftsteller und Philosoph; * 25. Mai 1803 in Boston, † 27. April 1882 in Concord

    Ralph Waldo Emerson, Foto von 1857

    Exponent der amerikanischen Romantik (Transzendentalismus) und Begründer der klassischen amerikanischen Literatur; entstammte einer alten Pastorenfamilie.

    Emerson wurde Geistlicher, legte aber sein Amt 1832 aus Gewissensgründen nieder. Nach einer Europareise machte er den deutschen Idealismus in Nordamerika bekannt. Er nannte sich selbst einen "endlosen Sucher mit keiner Vergangenheit hinter sich". In seinem Werk "Nature" (1836) lehrt er, dass ein kompromissloses Leben im Geiste als Träger des Göttlichen das einzig Wirkliche sei; Immanenzgedanken vom Göttlichen in der Natur und in der Seele. In seiner Philosophie strömen Puritanismus, Platonismus, deutscher Idealismus und die indische Philosophie zusammen, jedoch auf der Grundlage eines nüchternen Yankee-Individualismus: Es ist die geistige Selbstständigkeitserklärung Amerikas gegenüber dem Übergewicht der europäischen Tradition. Sein Persönlichkeitsideal ist die sich selbst prägende idealistisch-aktivistische Persönlichkeit; je stärker die Persönlichkeit des Menschen, desto mehr wird er "repräsentativer Mensch". Besonders beliebt wurde sein Essay "Representative Men" (1850, deutsch: Vertreter der Menschheit, 1905).


    Afrika - der schwarze Kontinent

    Afrika galt lange Zeit als eine Metapher für unerforschte und geheimnisvolle Welten. Wie sieht es bei Ihnen aus: Kennen Sie Afrika?
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 19. Januar

    1829 Uraufführung des ersten Teils von Johann Wolfgang von Goethes Tragödie "Faust".
    1853 Uraufführung von Giuseppe Verdis Oper "Il Trovatore".
    1906 Uraufführung von Gerhart Hauptmanns Schauspiel "Und Pippa tanzt!".