Quintus Horatius Flaccus Horaz

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    römischer Dichter; * 18. Dezember 65 v.Chr. in Venusia, Apulien, † 27. November 8 v.Chr. in Rom; eigentlich: Quintus Horatius Flaccus;

    erhielt in Rom eine vorzügliche Ausbildung. Als Student der Philosophie in Athen schloss er sich der Sache Brutus' an und kämpfte als Kriegstribun auf dessen Seite in der Schlacht von Philippi, in der Brutus geschlagen wurde. Horaz floh und kehrte nach Rom zurück, als man ihm dort Amnestie gewährte. Durch Enteignung des väterlichen Landgutes war Horaz mittellos geworden und musste sich somit seinen Lebensunterhalt als Kanzleischreiber bei der römischen Stadtverwaltung und als Gelegenheitsdichter verdienen.

    Horaz gewann durch seine klassisch reinen Oden die Bewunderung Maecenas, eines der einflussreichsten Staatsmänner und Kunstsammler der Zeit. Die finanzielle Unterstützung Maecenas ermöglichte Horaz ein sorgloses Leben. Er wurde zusammen mit Vergil der Lieblingsdichter der Römer. Im Palast des Kaisers Augustus war er ein gern gesehener Gast. Für die Jahrhundertfeier des Jahres 17 v.Chr. dichtete er das "Carmen saeculare". In Sermonen, Satiren und Episteln zeichnete Horaz ein kritisches Bild seiner Zeitgenossen. Die nach griechischem Vorbild entstandenen Oden gelten als seine reifsten Werke. Gegen den ungesunden Reichtum und den Verfall der Sitten Roms zur Zeit der Republik richtete sich sein Spätwerk.

    Die "Ars Poetica", die sich mit der Dichtkunst beschäftigt, gilt als sein Hauptwerk.

    Zitat
    Datei:Z156 horaz.mp3


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