Private Labeling als Geschäftsmodell - wie Sie die Chancen auf Erfolg erhöhen

    Aus WISSEN-digital.de

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    Von all den Geschäftsmodellen, die derzeit im Bereich des digitalen Marketings gefragt sind, ist das Private Labeling ohne Frage eines der interessantesten. Dabei handelt es sich um nichts anderes als eine andere Bezeichnung für Handelsmarken. Sie kaufen also Produkte von anderen Herstellern ein und vertreiben diese unter eigener Marke.

    Dafür müssen die jeweiligen Hersteller natürlich zustimmen. Das allein reicht jedoch noch nicht aus, um mit dem Geschäftsmodell Erfolg zu haben. Genaugenommen gibt es sogar recht viele Dinge, die eine Rolle spielen und mit welchen Sie die Chancen auf Erfolg erhöhen können.

    Passende Verkaufskanäle

    Eine der ersten Fragen, die Sie sich stellen sollten, ist, wo Sie Ihre Produkte überhaupt verkaufen möchten. Das ist beispielsweise über einen eigenen Onlineshop oder eine größere Plattform wie Amazon möglich. Sollten Sie das letztere in Erwägung ziehen, ist es jedoch wichtig, dass Sie wissen, worauf es beim Verkaufen über Amazon ankommt. Attraktiv ist die Plattform ohne Frage, dennoch ist der Verkauf von Private-Labeling-Produkten kein Selbstläufer. Lesen Sie sich also am besten erst einmal einen Guide zum Verkauf auf Amazon durch, bevor Sie die Plattform als Verkaufskanal nutzen. Es gibt nämlich einige Fallstricke, die Ihrem Unternehmen im schlimmsten Fall massiv schaden.

    Geeignete Produkte

    Sobald es um den E-Commerce geht, ist die Wahl der zu verkaufenden Produkte einer der wichtigsten Faktoren. Aus diesem Grund sollten Sie sich auf eine lange und mühsame Recherche einstellen. Am besten ist es, wenn Sie mit Ihren Produkten Nischen bedienen. Andernfalls müssen Sie damit rechnen, dass Sie keine Chance haben werden, sich gegen die bestehende Konkurrenz durchzusetzen. Vor allem dann, wenn Sie keine hohen finanziellen Mittel zur Verfügung haben sollten.

    Das ist jedoch nur bei den wenigsten Einsteigern der Fall und daher ist die Nischenfindung meist obligatorisch. Gute Produkte für Private Labeling weisen sowohl eine ordentliche Nachfrage als auch eine überschaubare Konkurrenz auf.

    Zuverlässige Bezugsquellen

    Da Sie die Produkte eines anderen Herstellers vertreiben, sollte eigentlich offensichtlich sein, dass dieser möglichst zuverlässig sein muss. Andernfalls können Sie bereits jetzt mit Lieferengpässen oder mangelhafter Ware rechnen. Eine gute Anlaufstelle für Lieferanten ist die Plattform AliExpress. Auf AliExpress finden sich eine Vielzahl von Händlern aus China und Hong Kong, die oft attraktive Produkte zu geringen Preisen anbieten. Allerdings sollte Ihnen klar sein, dass der Einkaufspreis nicht der endgültige Preis ist und Sie im Endeffekt weit mehr zahlen müssen.

    Zum einen müssen Sie mit einem hohen Aufschlag rechnen, wenn Sie die Produkte des Herstellers unter eigener Marke verkaufen möchten. Zum anderen fallen Kosten für Versand und Zoll an. Des Weiteren sollte Ihnen bewusst sein, dass bei AliExpress keine penible Prüfung der Händler erfolgt. Aus diesem Grund tummeln sich auf der Plattform auch einige schwarze Schafe. Es ist daher wichtig, dass Sie immer vorsichtig sind. Die Anzahl an Verkäufen sowie die Bewertungen von Kunden sind hilfreiche Indizien, um einen guten Händler zu finden.

    Rechtliche Sicherheit

    Das Rechtliche spielt beim digitalen Marketing beziehungsweise dem E-Commerce immer eine tragende Rolle. In Deutschland ist das sogar noch mehr der Fall als in vielen anderen Ländern, da Sie hier mit Abmahnungen durch Konkurrenten rechnen müssen. Im Endeffekt geht es aber darum, ob diese Abmahnungen berechtigt oder unberechtigt sind. In letzterem Fall dürfte es meist ohnehin nicht zu Abmahnungen kommen, da meist nur nach klaren Verstößen gesucht wird.

    Private Labeling ist im Bezug auf rechtliche Fallstricke sogar besonders gefährlich. Sie laufen praktisch immer Gefahr, sowohl das Marken- als auch das Patentrecht zu verletzen. Es ist daher unabdingbar, dass Sie genau recherchieren, was für Produkte Sie unter eigener Marke vertreiben. Ansonsten kann es schnell passieren, dass Sie eine böse Überraschung erleben.

    Professionelle Werbung

    Im Endeffekt spielt es keine Rolle, was für Verkaufskanäle Sie nutzen. Sofern Sie das höchstmögliche Potential rausholen möchten, werden Sie nicht um Werbung herumkommen. Diese Werbung sollte jedoch möglichst professionell gestaltet sein, damit die Werbemaßnahmen auch Ihren Effekt erzielen und eine rentable Investition sind. Kenntnisse im Bereich des SEA sind hierbei definitiv von Vorteil. Generell sollten Sie sich zumindest ein wenig mit Werbung auskennen oder, sofern Sie sich das hierfür erforderliche Wissen nicht aneignen möchten, einen erfahrenen Spezialisten beauftragen.

    Ohne Werbung stehen Ihre Chancen nämlich weit schlechter. Gerade am Anfang sind Werbemaßnahmen praktisch unerlässlich, um beispielsweise auf Plattformen wie Amazon gute Bewertungen zu erhalten. Sobald solche vorhanden sind, läuft es in der Regel weit besser und es lassen sich hohe Umsätze erzielen.

    Durchdachte Preiskalkulation

    Wie zuvor erwähnt, ist der Einkaufspreis nur einer der Faktoren, die bei der Preiskalkulation einbezogen werden müssen. In jedem Fall sollten Sie den Preis nie aus dem Bauch heraus wählen. Es ist wichtig, dass die Verkaufspreise immer auf analytischem Denken und durchdachten Kalkulationen beruhen. Andernfalls kann es sogar passieren, dass Sie bei dem Verkauf eines Produkts Verlust machen und das ist bestimmt nicht in Ihrem Interesse.

    KALENDERBLATT - 22. Oktober

    1530 Karl I. von Spanien wird als Karl V. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gewählt; damit errichten die Habsburger eine weltumspannende deutsch-spanische Allianz.
    1873 Auf Bismarcks Initiative wird zwischen Deutschland, Österreich und Russland das so genannte Dreikaiserabkommen geschlossen.
    1956 Die UdSSR lehnt gesamtdeutsche Wahlen als Vorstufe für eine deutsche Wiedervereinigung ab.



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