Ozeanografie

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    Ozeanografie ist der wissenschaftliche Begriff für Meereskunde. Sie erforscht nicht nur die Wellen, Gezeiten und Meeresströmungen (physikalische Ozeanografie), Gestalt, Größe, Tiefe und Bodenbedeckung der Meere sowie untermeer. Lagerstätten (geologisch Ozeanographie), die Zusammensetzung ihrer Wasser und der in ihnen gelösten Stoffe (chemisch Ozeanographie), sondern auch das Meer als Teil der Biosphäre (biologisch Ozeanographie). Etwa 70 % der Erdoberfläche sind von Meeren bedeckt. Gemessen an ihren Wassermassen von insges. 1,4 Mrd. km3 (95 % des gesamten ird. Wassers) nehmen sich die in Flüssen, Seen, Gletschern, als Grundwasser, in Gesteinen und in der Lufthülle gespeicherten Mengen relativ bescheiden aus. Die Ergebnisse der Ozeanographie haben daher Bedeutung für viele Gebiete: Sie liefert Unterlagen für die Gezeiten- und Strömungsvorhersage, den Küstenschutz, die Seevermessung, den Schiffbau und den zivilen wie militärisch Seeverkehr. Sie beobachtet die Meeresverschmutzung, erkundet die Nahrungsvorräte in den Weltmeeren und kartiert den Meeresboden nach Tiefen, geologisch Beschaffenheit und Bodenschätzen. Wegen dieser großen Bedeutung betreiben die meisten Staaten ozeanografisch Institute und fördern die Erkundung der Meere u. a. durch die Entsendung von Forschungsschiffen (z. B. die deutsche »Polarstern«). Verläßl. Ergebnisse aber erzielt bei der Größe des Forschungsgegenstandes nur internationale Zusammenarbeit. Es gibt regionale Zusammenschlüsse und weltweite Verbände sowie Organisationen der einzelnen Fachbereiche; in letzter Zeit spielt die Zusammenarbeit zum Schutz der Meere ein wachsende Rolle, die Anrainerstaaten u. a. des Mittelmeers, der Nord- und Ostsee haben ständige Schutzkonferenzen ins Leben gerufen. Sie kämpfen mit den Sonderinteressen der einzelnen Mitgliedsländer und können sich nicht auf die Fachgebiete der Ozeanographie beschränken, da die Meeresbelastung zunehmend auch durch die Luft und v. a. durch die Schadstofftransporte der Flüsse verursacht wird. Geschichte: Die Ozeanographie erwuchs aus den Entdeckungsfahrten seit dem 16. Jh. und beschränkte sich zunächst auf die Kartierung der Land-Meer-Verteilung. Sie war im 19. Jh. weitgehend geklärt; es folgten die Erkundung der Naturverhältnisse im Weltmeer durch erste wissenschaftlich Expeditionen (z. B. die britisch "Challenger"-Fahrt 1873-76), die systematische Erforschung ganzer Ozeanräume (z. B. durch die deutsche "Meteor"-Epedition 1925-27), die Porlarfrontuntersuchung im Rahmen des Internationale Geophysikalisch Jahres 1958 sowie großräumige Aufnahmen mit Hilfe zahlreiche Foschungsschiffe aus verschiedenen Ländern. Gleichzeitig wurde in den 1950/60er Jahren ein weltweites Meßnetz aufgebaut, das in den 1980er Jahren bis in den erdnahen Weltraum ausgedehnt wurde (Eisatz von Beobachtungsatelliten).

    KALENDERBLATT - 17. Januar

    1975 China gibt sich eine neue Verfassung und nennt sich jetzt statt "Volksdemokratie" einen "sozialistischen Staat der Diktatur des Proletariats, der von der Arbeiterklasse geführt wird und auf dem Bündnis zwischen Arbeitern und Bauern basiert".
    1995 In Japan kommt es zu schweren Verwüstungen der Regionen um die Städte Köbe und Osaka durch das so genannte Hanshin-Beben. Mehr als 5 000 Menschen kommen dabei ums Leben, fast 27 000 werden verletzt.
    395 Das Römische Reich zerfällt nach dem Tod von Kaiser Theodosius I. in ein Ost- und ein Westreich.



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