Immunität (Recht)
Aus WISSEN-digital.de
(lateinisch "Befreiung")
- parlamentarische Immunität: gesetzlicher Schutz der Abgeordneten eines Parlaments vor strafrechtlicher Verfolgung. Der Abgeordnete darf nur mit Genehmigung des Parlaments strafrechtlich verfolgt werden zum Schutze der Funktionsfähigkeit des Parlaments.
Geschichte:
Im Mittelalter aus spätrömischen Anfängen entwickeltes Sonderrecht für das Königsgut und die durch den König privilegierte kirchliche und weltliche Grundherrschaft (erstmals im Pariser Edikt Chlotars II. 614 anerkannt). Hauptinhalt war die Freiheit von Steuern und öffentlichen Lasten sowie die Ausklammerung aus der Zuständigkeit der ordentlichen öffentlichen Gerichte. Oft entwickelte sich die Immunität parallel zur Landeshoheit. Auch die Stadt war besonders im späten Mittelalter meist eine Immunität (also ein eigener Gerichtsbezirk).
- Immunität der Diplomaten (Exterritorialität): deren gesetzlicher Schutz vor strafrechtlicher Verfolgung.
- Kirchenrecht: Entlastung bzw. Befreiung der Geistlichen von bestimmten staatlichen Abgaben.
Kalenderblatt - 14. September
| 1645 | Eroberung des königstreuen Bristols durch Cromwell im englischen Bürgerkrieg. |
| 1812 | Napoleon I. nimmt mit seiner "Grande Armée" Moskau ein. |
| 1930 | Bei den Reichstagswahlen kommt es zum "Erdrutsch": Die Zahl der Mandate der NSDAP erhöht sich von zwölf auf 107. |
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