Historismus

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    Der Royal Pavilion in Brighton, Sussex; John Nash
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    Schloss Neuschwanstein, Allgäu

    auch: Historizismus;

    1. Geschichte: zunächst die im wissenschaftsgläubigen 19. Jh. entwickelte Richtung der Geschichtsforschung und Geschichtsschreibung um ihrer selbst willen unter Verzicht auf Werturteile oder praktische Nutzanwendung; beruhte auf der in der Romantik entwickelten genetischen Geschichtsbetrachtung, in der Überzeugung, dass alles geschichtliche Leben als Entwicklung und Wandel in kausalen Zusammenhängen begriffen und erklärt werden könne; mündete schließlich ein in die philosophische Lehre von der ausschließlich geschichtlichen Bedingtheit aller religiösen, geistigen und sozialen Erscheinungen und verleitete damit durch die Negierung außer- oder übergeschichtlicher Wertsysteme zu ethischem Relativismus.
    2. Erkenntnistheorie des Historismus: von W. Dilthey entwickelte hermeneutische Methode im Sinne einer Lehre vom Verstehen; demzufolge gehe es in der Geschichte und den Geisteswissenschaften nicht wie in den Naturwissenschaften um die Erklärung von Erscheinungen und ihren Gesetzen, sondern um das Verstehen historischer Individualitäten durch Bedeutung und Anschauung.
    3. in der bildenden Kunst versteht man unter Historismus das Zurückgreifen auf frühere Stilrichtungen, besonders im 19. Jh. (Neugotik, Neurenaissance, Neubarock, "zweites Rokoko" usw.).


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