Helmut Schmidt

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    deutscher Politiker; * 23. Dezember 1918 in Hamburg, † 10. November 2015 in Hamburg

    1946 Eintritt in die SPD, 1947 Bundesvorsitzender des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS), anschließend Referent in der Hamburger Wirtschaftsbehörde; 1953 erstmals in den Bundestag gewählt, wo er als Oppositionsredner (besonders im Schlagabtausch mit Franz Josef Strauß in Verteidigungsfragen) Furore machte. 1961 ging Schmidt als Innensenator in seine Heimatstadt zurück. Nach der Großen Koalition zwischen Union und SPD war er in Bonn Fraktionsvorsitzender, kam 1967 ins Parteipräsidium und war nach der Konstituierung der ersten sozialliberalen Regierung (Brandt-Scheel) Verteidigungsminister (1969-1972); 1972-74 Wirtschafts- und Finanzminister. Ab 1974 war Schmidt Bundeskanzler; 1982 wurde er durch ein konstruktives Misstrauensvotum gestürzt.

    Ab 1983 Mitherausgeber der Wochenzeitung "Die Zeit".

    Kalenderblatt - 27. Juli

    1794 Der französische Revolutionsführer Maximilien Robespierre wird gestürzt, nachdem er radikal dafür gesorgt hatte, alle Feinde der französischen Revolution der Guillotine zu übereignen. Er war als Vorsitzender des allmächtigen Wohlfahrtsausschusses für eine beispiellose Terrorgesetzgebung verantwortlich. Einen Tag nach seinem Sturz kommt er selbst unter die Guillotine.
    1894 Es kommt zum Krieg zwischen China und Japan, bei dessen Ende im April 1895 China die Unabhängigkeit Koreas anerkennen muss.
    1955 Der Österreichische Staatsvertrag tritt in Kraft, in dem Österreich von den Alliierten als "souveräner und demokratischer Staat" in den Grenzen vom 1. Januar 1938 anerkannt wird.