Fjodor Michailowitsch Dostojewskij

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    russischer Schriftsteller; * 11. November 1821 in Moskau, † 9. Februar 1881 in Petersburg

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    Fjodor Michailowitsch Dostojewskij

    Sohn eines Arztes, war von Anfang an der Literatur zugeneigt, nur dem Willen des Vaters entsprechend trat er 1838 in die militärische Ingenieurschule in Petersburg ein. Ab 1843 hatte er eine Stelle im Ingenieur-Departement, die er aber 1844 aufgab, von da an lebte er, meist in bedrängten finanziellen Verhältnissen, von seiner schriftstellerischen Arbeit. Anfang 1846 erschien sein erster Roman, "Arme Leute", der großen Erfolg hatte. In den nächsten Jahren kam Dostoewskij in enge Verbindung zu weltanschaulich und politisch radikalen Gruppen in Petersburg. Am 23. April 1849 wurde er verhaftet, am 22. Dezember zum Schein zum Tod verurteilt, zur Erschießung geführt und auf dem Schafott zu vier Jahren Zwangsarbeit begnadigt. Nach Verbüßung dieser Strafe im Zuchthaus von Omsk wurde er zum Militärdienst gezwungen und erst 1859 daraus entlassen. Ab 1861 trat er mit seinen "neuen Anschauungen" hervor, denen er die Bezeichnung "pocvennicestvo" ("Bodenhaftigkeit", "Grundständigkeit") gab. Finanzielle Not zwang ihn, von 1867 bis 1871 im Ausland - meist in Dresden - zu leben. Von 1866 an erschienen innerhalb von vierzehn Jahren die fünf großen Romane "Verbrechen und Strafe" (1866), "Der Idiot" (1868/69), "Die Dämonen" (1871/72). "Der Jüngling" (1875) und "Die Brüder Karamasow" (1879/80), daneben umfangreiche publizistische Arbeiten, gesammelt im "Tagebuch eines Schriftstellers" (1873 bis 1881). Den Höhepunkt der öffentlichen Anerkennung seines Wirkens bildete seine Rede über Puschkin bei der Einweihung des Moskauer Puschkin-Denkmals am 8. Juni 1880. Im Januar darauf starb Dostoewskij in Petersburg und wurde auf dem Friedhof des Alexandr-Nevskij-Klosters beigesetzt.


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