Fidus

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    deutscher Maler; * 8. Oktober 1868 in Lübeck, † 23. Februar 1948 in Berlin

    eigentlich: Hugo Höppener;

    Fidus war Schüler der Lübecker Gewerbeschule, 1887 der Münchner Akademie, bis 1889 in Höllriegelskreuth bei München Schüler von Diefenbach. Dort fertigte er Aktstudien, arbeitete an dessen Fries "Per aspera ad astra" mit und war dessen Jünger bezüglich der "naturgemäßen Lebensweise".

    Fidus ist ein gewandter und fantasievoller, wenn auch eklektisch gerichteter Zeichner und hat namentlich anmutige Gruppen von in Tanz und Spiel lebhaft bewegten nackten Kindergestalten entworfen, in der Art von Diefenbach; er wirkt am frischesten und lebendigsten in der Zeit, als er sich noch eng an jenen anschloss. Spätere Arbeiten sind matter in der Erfindung und werden auch oft durch eine tendenziöse Symbolistik beeinträchtigt. Fidus lieferte zahlreiche ornamentale Zeichnungen, besonders für Buchschmuck (Randleisten, Vignetten), ferner Exlibris und Plakate, auch Entwürfe für Kunstgewerbe, für Grabmäler und eine von ihm propagierte "Tempelkunst".