Eventbranche aufgrund von Corona weiterhin unter Druck

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    Die Auswirkungen der Corona-Pandemie könnten unterschiedlicher nicht sein. Während einige Wirtschaftszweige sogar profitieren, müssen andere leiden. Zu den zweifellos größten Verlierern der Krise zählt die Veranstaltungsbranche.

    Seit März 2020 finden Events so gut wie nicht mehr statt, was für betroffene Unternehmen bedeutet, keine Einnahmen zu erzielen. Die Auswirkungen sind enorm, zahlreiche Betriebe aus dem Eventumfeld haben bereits ihre Pforten geschlossen und viele weitere stehen kurz vor der Insolvenz.

    Wie geht es weiter?

    In der Anfangszeit wurde noch gehofft, Events könnten schon bald wieder stattfinden. Doch spätestens seit der dritten Corona-Welle steht fest, dass dies ein großer Trugschluss war. Zum aktuellen Zeitpunkt ist nicht absehbar, ab wann und unter welchen Voraussetzungen Events wieder stattfinden können.

    Entsprechend groß ist die Abhängigkeit von stattlicher Unterstützung. Allerdings wird diese überwiegend kritisch gesehen, da sie begünstigten Unternehmen lediglich hilft, sich gerade über Wasser zu halten. Hinzu kommen unzählige Unternehmen und Künstler, die keinen Anspruch auf die finanzielle Unterstützung haben und damit leer ausgehen.

    Unternehmen aus der Veranstaltungsbranche sind nicht untätig

    Erfreulich ist, dass die meisten Unternehmen die Corona-Entwicklung nicht einfach tatenlos verfolgen. Stattdessen arbeiten sie an Lösungen, um hoffentlich schon bald wieder gut im Geschäft zu sein.

    Zum einen ist die Eventbranche besser darin geworden, sich zu organisieren. Betriebe und Künstler machen wirkungsvoller denn je lautstark auf sich aufmerksam. Ziel ist es, vor allem die Politik zu erreichen. Diese soll bessere Rahmenbedingungen schaffen, damit es bald wieder losgehen kann. Bemerkenswert sind Initiativen wie Ohne Kunst und Kultur wird’s still, die lautstark, aber friedlich auf die Situation der Kunst- und Kulturschaffenden hinweisen.

    Zum anderen werden wirtschaftliche Entscheidungen und damit einhergehende Vorbereitungen getroffen. Sobald Events wieder stattfinden dürfen, möchten die Betriebe mit Schwung loslegen. So wird die gegenwärtige Ruhephase unter anderem genutzt, um sich für die Zukunft besser aufzustellen.

    Denn auch wenn es aus finanzieller Sicht derzeit schwerfällt, ist der Zeitpunkt gut, über sein Geschäftsmodell nachzudenken, sich neu aufzustellen und Investitionen zu tätigen. Vor allem Hardware ist gefragt, wie z.B. leichte und robuste Aluminium-Traversen von Naxpro Truss.

    Größere Unternehmen gehen zum Teil deutlich aggressiver vor, indem sie nicht nur ihr Inventar optimieren, sondern sich auch am Markt nach potenziellen Übernahmekandidaten umsehen. Wie bereits angedeutet, stehen viele Betriebe kurz vor der Insolvenz oder sind bereits insolvent. Diejenigen, die die Corona-Krise überstehen, bietet sich hierdurch ein großes Potenzial. Indem sie ihre angeschlagenen Konkurrenten oder deren Inventar übernehmen, werden sie in Zukunft noch besser dastehen.

    Größter Hoffnungsträger sind Corona-Impfungen

    Ob Konzert oder Schauspiel, bevor es wieder losgehen kann, muss die Politik hierfür grünes Licht geben. Alle Künstler würden diesen Prozess gerne beschleunigen. Umso größer sind die Hoffnungen, die auf der Kontaktverfolgung ruhen. In den vergangenen Wochen sorgte insbesondere die Luca-App für Schlagzeilen. Mit dieser App ist es möglich, Events stattfinden zu lassen und gleichzeitig das Infektionsgeschehen einzudämmen. Daher überrascht es nicht, dass die App von zahlreichen Künstlern und Veranstaltern empfohlen wird.

    Allerdings hat die App nicht nur ihre positiven Seiten. Sie steht in der Kritik, Missbrauch zu ermöglichen. So ist es z.B. möglich, sich als Nutzer bei einem Event anzumelden bzw. sich als Teilnehmer auszugeben, auch wenn kein Besuch vor Ort erfolgt. Ob es den Machern und Unterstützern der App gelingt, diesen Missbrauch einzudämmen, bleibt vorerst abzuwarten.

    Die größten Hoffnungen ruhen ohnehin auf den Corona-Impfungen. Sie versprechen das höchste Maß an Sicherheit, denn ist jemand erst einmal geimpft, verlaufen Erkrankungen im Regelfall deutlich harmloser, was vor allem die Kliniken und deren Intensivstationen entlastet. Zugleich können Impfungen in einigen Fällen sogar die Ansteckung verhindern.

    Allerdings muss es erst einmal gelingen, den Großteil der Bevölkerung zu impfen. Hierfür mangelt es jedoch an zwei Dingen, nämlich den Impfstoffen und der Impfbereitschaft. Wie diese Probleme in den Griff zu bekommen sind, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Sofern alles gut läuft, könnte es tatsächlich gelingen, dass Events noch in diesem Jahr wieder stattfinden dürfen.

    KALENDERBLATT - 15. Juni

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    1945 Die SPD proklamiert den Neuaufbau ihrer Organisation.



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