E-Zigaretten - Funktionsweise und gesundheitliche Aspekte

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    Ähnlich wie die traditionellen Wasserpfeifen (Shishas) erfreuen sich elektronische Zigaretten, kurz E-Zigaretten genannt, einer immer größeren Beliebtheit. Oft sieht man sie schon von weitem, wenn eine stattliche weiße und häufig aromatisch duftende Wolke aus der Fußgängerzone aufsteigt. Aber was genau passiert eigentlich in der E-Zigarette und im Körper des Konsumenten? Und sind die elektrischen Vertreter wirklich weniger schädlich als die klassische Tabakzigarette?

    E-Zigaretten werden immer beliebter

    Der Trend ist eindeutig, die Zahl der E-Zigaretten-Konsumenten nimmt in Deutschland seit Jahren konstant zu. Im Jahr 2017 waren es bereits 3,7 Millionen, Tendenz weiter steigend. Lag der deutschlandweite jährliche Umsatz 2018 noch bei rund 400 Millionen Euro, sagen Prognosen für dieses Jahr eine Steigerung um satte 100 Millionen Euro voraus. Aber wieso sind die batteriebetriebenen „Glimmstängel“ so beliebt? Ein Argument, welches immer wieder ins Feld geführt wird, ist ihre im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten geringere Schädlichkeit. Zudem berichten viele Anwender, dass Ihnen die E-Zigarette dabei hilft, sich das „normale Rauchen“ abzugewöhnen. Sicherlich spielen aber auch geschmackliche Gründe eine Rolle.

    Die vier Elemente einer E-Zigarette

    Die Anzahl verschiedener E-Zigaretten ist groß. Sie unterscheiden sich in Größe, Form und Funktion. Unterschieden wird beispielsweise zwischen Exemplaren für Anfänger und Fortgeschrittene. Ziemlich identisch ist aber der schematische Aufbau, bestehend aus vier Elementen:

    1. Der Akku
    2. Der Verdampfer
    3. Tank mit Liquid
    4. Mundstück mit Mikroprozessor

    Die Funktionsweise von elektrischen Zigaretten

    Sobald der Konsument am Mundstück zieht, wird dies durch einen Mikroprozessor registriert. Dies geschieht durch den mechanischen Druck, der durch die Berührung entsteht. Hierdurch aktiviert sich der Akku, der wiederum den Verdampfer mit elektrischer Energie versorgt. Bei Modellen ohne diese Automatik gibt es einen Power-Knopf, der vom Raucher parallel zum Ziehen gedrückt wird. Auch dadurch wird die Batterie aktiviert.

    Im Verdampfer befinden sich Heizspiralen, die das im Tank befindliche aromatische Liquid auf über 300 Grad Celsius erhitzen und damit zum Verdampfen bringen. Dieser Dampf ist es, den der Konsument inhaliert. Und damit besteht ein entscheidender Unterschied zu gewöhnlichen Zigaretten. Bei diesen atmet man den direkten Rauch der verbrannten Tabakpflanze ein, bei der elektrischen Variante Dampf.

    Gesundheitliche Aspekte: Sind E-Zigaretten weniger schädlich?

    Man muss kein Mediziner sein, um zu wissen: Am gesündesten lebt der Mensch, der vollständig auf das Rauchen – ganz egal ob (E-)Zigarette, Zigarre oder Pfeife – verzichtet. Die E-Zigarette stellt also keine Alternative zu einem völlig rauchfreien Leben dar. Aber tut sie dies gegenüber der konventionellen Zigarette?

    Viele Nutzer sind ehemalige Tabakraucher

    Ein sehr hoher Prozentsatz der E-Zigaretten-Raucher hat früher Tabak konsumiert. Hierzu hat eine italienische Studie folgende Fakten herausgearbeitet, die über einem Beobachtungszeitraum von zwei Jahren durchgeführt wurde:

    • 23,1 Prozent der Tabakraucher gelang ein vollständiger Rauchstopp
    • 61,1 Prozent der Konsumenten, die ausschließlich E-Zigaretten rauchten, haben den Tabakkonsum vollständig aufgegeben

    Daraus schlussfolgerten die Forscher, dass ein ausschließlicher Genuss von E-Zigaretten einen vollständigen Tabak-Stopp effektiv unterstützen kann. Die Probanden, die in dem Studienzeitraum zwischen Tabak und E-Variante wechselten, konnten den Tabakkonsum zumindest reduzieren. Hilfreich ist dabei, dass auch nikotinfreie Liquids erhältlich sind, neben einer breiten Palette an Geschmacksrichtungen, die den Tabakkonsumenten von der herkömmlichen Zigarette ablenken.

    Geringere Schädlichkeit als Tabakrauch

    Britische Forscher haben speziell zum Krebsrisiko von E-Zigaretten eine Langzeitstudie durchgeführt. Mit eindeutigem Ergebnis, wie Alison Cox, Direktor des britischen Krebsforschungszentrums, zusammenfasst: „Diese Studie stützt die wachsende Überzeugung, dass e-Zigaretten eine viel sicherere Alternative zum Tabak sind und deutet darauf hin, dass die langfristigen Auswirkungen dieser Produkte minimal sind.“ Und sicherlich kann festgehalten werden: Wem die E-Zigarette hilft, regelmäßigen Tabakkonsum einzuschränken oder gar vollständig aufzugeben, der lebt künftig definitiv gesünder als vorher.

    KALENDERBLATT - 11. Dezember

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