Drone Racing - ein Profisport ist am Entstehen

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    Einst waren kleine Flugdrohnen äußerst kostspielig, heute sind sie hingegen für kleines Geld erhältlich. Als Folge gibt es mehr Drohnenpiloten denn je. Einige haben Drohnen-Rennen bzw. Drone Racing für sich entdeckt. Inzwischen existieren sogar mehrere Ligen, in denen internationale Wettkämpfe ausgetragen werden.

    Ein Blick auf die Anfänge

    In den Anfangszeiten waren Drohnen sehr teuer, d.h. sie kosteten mehrere tausend Euro. Damit waren sie in erster Linie für den kommerziellen Einsatz interessant, beispielsweise für die Anfertigung von Luftaufnahmen sowie Einsätze im Feld der Überwachung. Allerdings sollte es nicht lange dauern, bis die Preise deutlich fielen und Flugdrohnen für jedermann erschwinglich machten.

    Es waren vor allem chinesische Hersteller, wie beispielsweise DJI, die ungefähr im Jahr 2013 den Markt umgekrempelten. Seinerzeit war es möglich, für rund 1.000 Euro eine zuverlässige Drone zu erwerben. Über das Internet fanden Fans schnell zueinander und es sollte nicht lange dauern, bis einige auf die Idee kamen, Rennen auszutragen. Auf diese Weise ist das Drone Racing entstanden.

    Wie Drohnen-Rennen ausgetragen werden

    In den Anfangstagen waren viele dieser Drohnen noch vergleichsweise langsam und wurden von den Piloten auf Sicht gesteuert. Allerdings sollte sich dies nach erfolgreicher Einführung von FPV (First Person View) Brillen schnell ändern. Entsprechende Brillen erlauben es, aus Perspektive der Drohne zu sehen und damit das Umfeld der Flugobjekte viel schneller und präziser wahrzunehmen. Beim Fliegen mit hoher Geschwindigkeit ist es nur so möglich, Hindernisse früh genug zu erkennen und gleichzeitig präzise zu umfliegen.

    Moderne Racing Drohnen sind vergleichsweise klein, was zwei Gründe hat. Zum einen sind kleine Drohnen leicht und damit sehr agil, zum anderen auch vergleichsweise preiswert. Die Kombination aus niedrigem Gewicht und schnell drehenden Motoren hat eine beeindruckende Beschleunigung zur Folge. Typische Racing Drohnen benötigen für den Sprint von 0 auf 100 km/h lediglich zwei Sekunden.

    Rennen werden teilweise in Gebäuden, zumeist jedoch im Freien ausgetragen. Selten handelt es sich um typische Beschleunigungsrennen, in den meisten Fällen wird auf einem Hindernisparcour geflogen, dessen Länge mehrere hundert Meter beträgt. Ziel ist es, dem Parcourverlauf korrekt zu folgen und als erster im Ziel einzutreffen.

    Ein Sport mit rasanter Entwicklung

    Weil Drone Racing erst vor wenigen Jahren in Erscheinung trat, zählt es zu den jüngsten Sportarten überhaupt. Umso überraschender ist der hohe Bekanntheitsgrad, der bereits erreicht wurde. Vor allem jüngeres Publikum, d.h. Jugendliche und junge Erwachsene, haben von diesem Sport schon einmal etwas gehört.

    Dies ist nicht zuletzt der Vermarktung geschuldet. Einige Ligen und Veranstalter haben es verstanden, ihre Events online zu übertragen und dabei ein großes Publikum zu erreichen. In den USA gibt es mittlerweile Kabelsender, die ausgewählte Events regelmäßig übertragen.

    Der Einstieg ist schnell gemacht

    Wer neugierig geworden ist und Drone Racing nicht nur online ansehen, sondern selbst ausprobieren möchte, kann vergleichsweise einfach loslegen. Im Grunde wird lediglich eine Drone benötigt, die online schnell gekauft ist. Anbieter, wie der RCTech Drone Racing Shop , warten mit einer großen Auswahl an Racing Dronen sowie passendem Zubehör auf.

    Die meisten Profis fliegen mit Dronen, die sie ihren persönlichen Vorstellungen entsprechend modifiziert haben. Online sind Bausätze erhältlich, welche die Basis für derartige Fluggeräte bilden. Die meisten Anfänger sind jedoch gut damit beraten, erst einmal mit einem RTF (Ready To Fly) Modell zu beginnen. Entsprechende Dronen sind vollständig aufgebaut und ausgestattet, d.h. es gilt nur noch die Akkus zu laden und schon kann es losgehen.

    Wer tiefer einsteigen und ein schnelleres Fluggerät ausprobieren möchte, findet besonders in Online-Foren wertvolle Informationen sowie tatkräftige Unterstützung. Außerdem ist die Anzahl der Racing Teams weiterhin stark am Wachsen, sodass sich meist auch vor Ort kompetente Ansprechpartner finden.

    Hinweise zum Einsatz von Flugdronen im Freien

    Aufgrund der Tatsache, dass Flugdronen beeindruckende Reichweiten und insbesondere Flughöhen erreichen können, hat der Gesetzgeber längst gehandelt und einige Regeln aufgestellt. So ist es Hobby-Piloten u.a. nicht erlaubt, ohne vorherige Zustimmung der Eigentümer über privaten Wohngrund zu fliegen. Das Fliegen über Flugplätzen sowie in deren näherer Umgebung ist ebenfalls untersagt. Außerdem besteht die Verpflichtung, an der Drone eine Kennzeichnung anzubringen. Aus dieser muss eindeutig hervorgehen, wer Eigentümer des Fluggeräts ist.

    In Anbetracht möglicher Unfälle, die sich beim Dronenflug ereignen können, sollte außerdem ein Haftpflichtschutz bestehen. Inzwischen gibt es mehrere Versicherer, die geeignete Haftpflichtlösungen anbieten. Versichert werden sowohl Personen- als auch Sachschäden. Angekommen es wird jemand verletzt oder es kommt zur Beschädigung von Sachgegenständen, so sind diese Kosten dank Versicherungsschutz abgedeckt.


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