Bauplastik

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    jede plastische Gestaltung, die mit einem Bauwerk in Zusammenhang steht und einen wesentlichen Bestandteil des architektonischen Ensembles bildet, meist aus Stein; die rein dekorativen Elemente eines Bauwerks (Schmuckfriese, Masken) ordnet man der Bauornamentik zu. Die Bauplastik kann ein entscheidender Bestandteil des Baus sein (Atlant, Säule, Pfeiler, Karyatide, Herme) oder sich auf ein Bauglied beziehen, als Portal-, Nischen-, Säulenfigur, als Giebelrelief usw.

    Nach Untergang der antiken Kultur gewann die Bauplastik erst seit dem 11. Jh. wieder an Bedeutung. Seit dem 14. Jh. verselbstständigte sich die Plastik zur vorherigen Bindung. In der Renaissance kommt dieser losere Zusammenhang z.B. in der Medicikapelle zum Ausdruck. Wie in der Gotik, so kam es auch im Barock noch einmal zu einem engen Verhältnis von Architektur und Bauplastik (Schloss Sanssouci, Potsdam; Zwinger, Dresden), im Klasssizismus bereits wieder stark reduziert auf die Füllung von Flächen mit Reliefs. Die integrierende Funktion der Bauplastik ging damit verloren. Neue Wege geht man heute durch Aufstellen von Reliefstelen, die als selbstständige Körper mit dem Bauensemble räumlich eng korrespondieren.



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