Attika (Architektur)

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    Brüstungsmauer über dem Kranzgesims (um den Dachansatz eines Gebäudes zu verdecken) oder ein niedriges Geschoss, das zwischen zwei Stockwerke eingeschoben wird. Man nimmt an, dass die Attika in der griechischen Landschaft Attika entwickelt wurde; sie fand besonders Verwendung bei römischen Torbauten und Triumphbögen, häufig mit Inschriften und auch als Sockel für Statuenschmuck verwendet. Die romanische Baukunst liefert in der Toskana Beispiele. Es gibt eine Sonderform, die polnische Attika (eine mit Blendbogen, Zinnenbekrönung und Voluten versehene frei stehende Wand, dahinter das Dach, wenn gegiebelt, wie hinter einer Kulisse verschwindend), die in Polen, Pomerellen und Nordungarn Verbreitung fand. Im französischen Barock wurde das mit Fenstern versehene Attika-Geschoss entwickelt. Die Attika blieb auch im Klassizismus ein beliebtes Baumotiv (besonders in England und Mitteleuropa).


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