Assyrische Kunst

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    schon vorgeschichtlich angesiedelt im Norden Mesopotamiens, vor allem verbunden mit dem Entstehen des assyrischen Reiches. Man unterscheidet die altassyrische (seit 18. Jh. v.Chr.), die mittelassyrische (14.-12. Jh. v.Chr.) und die neuassyrische Kunst (ca. 11.-7. Jh. v.Chr.). Die ältesten Funde reichen bis in die frühen alt-orientalischen Buntkeramik-Kulturen zurück. Überliefert sind Keilschrift-Urkunden, die assyrische Königsliste von Chorsabad und die Mari-Briefe, prachtvolle Tempelkomplexe und Palastbauten der alten Hauptstadt Assur, der neuen Residenzen Kalach, Dur-Scharrukin, Ninive. Die Reliefkunst ist geprägt von der Wahl einer freien Anordnung der Figuren, der Naturalisierung des Hintergrunds, wodurch die Illusion von Räumlichkeit erzeugt wird und einer historisch-räumlich genauen Fixierung der Abbildungen. Die genaue Naturbeobachtung erreichte ihren künstlerisch höchsten Ausdruck in den Tierdarstellungen.

    Die assyrische Kleinkunst ist ebenfalls bedeutend. In einem eigenen assyrischen Stil bildete sich im 14./13. Jh. das Rollsiegel heraus (erst strenge Komposition, dann freie Gestaltung, Themen meist aus der Natur). Gleichzeitig entwickelte man Elfenbeinarbeiten (in Arslan Tasch und besonders Nimrud). Die Freiplastik, abgesehen von einigen Herrscherbildern, Stelen, Obelisken, spielte eine untergeordnete Rolle.


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