Anweisung

    Aus WISSEN-digital.de

    Nach § 783 Bürgerliches Gesetzbuch eine schriftliche Willenserklärung, durch die jemand (Anweisender) einen anderen (Angewiesener, Bezogener) beauftragt, einem Dritten (Anweisungsempfänger) Geld, Wertpapiere usw. zu leisten (besondere Arten: Wechsel, Scheck). Händigt der Anweisende dem Dritten die Anweisung aus, so ist dieser ermächtigt, die Leistung bei dem Angewiesenen im eigenem Namen zu erheben. Der Angewiesene ist ermächtigt, auf Rechnung des Anweisenden an den Anweisungsempfänger zu leisten.

    Nimmt der Angewiesene die Anweisung an, so ist er dem Anweisungsempfänger gegenüber zur Leistung verpflichtet (§ 784 Bürgerliches Gesetzbuch). Nach § 785 Bürgerliches Gesetzbuch ist der Angewiesene nur gegen Aushändigung der Anweisung zur Leistung verpflichtet.

    Kalenderblatt - 19. Mai

    1536 König Heinrich VIII. von England lässt seine Frau Anna Boleyn zum Tode verurteilen und hinrichten.
    1899 Eröffnung der ersten Haager Friedenskonferenz, bei der kein bestimmter Krieg beendet, sondern Wege der friedlichen Konfliktbewältigung erörtert werden sollten.
    1949 Der Bayerische Landtag stimmt über das Grundgesetz ab und lehnt es als einziges Bundesland ab. Das Grundgesetz tritt trotzdem in Kraft, da es nur einer Zustimmung von zwei Dritteln der westdeutschen Ländern bedarf.