Wie Fruchtfliegen entstehen und wie man sie wieder los wird

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    Kaum ist der Sommer da, die Temperaturen steigen, die Sonne lacht und das erste frische Obst liegt in der Obstschale. Und schon schwirren auch schon die ersten Fruchtfliegen ums Obst. Dabei war man sich beim Kauf des Obstes noch so sicher, dass es unbeschädigt und frisch ist. Wie kann das sein?

    Die kleine Fruchtfliege findet immer irgendwie eine Lücke, einen winzigen Spalt, einen kleinen Ritz in der Schale des jeweiligen Obstes und schon ist das Tor für sie geöffnet und innerhalb weniger Tage vermehrt sich dieser kleine Plagegeist, den wir alle kennen, so rasant, dass wenn man nicht schnell und effektiv handelt, die Küche nur so voll ist mit den lästigen umherschwirrenden Fliegen. Wie entstehen Fruchtfliegen eigentlich und wie kann man sie am besten bekämpfen? Auf diese Fragen und mehr zum Thema Fruchtfliege gehen wir hier besonders ein.

    Sie lieben den Gärungsduft

    Schon ein winziger Spalt durchs Fenster oder der Türe reicht aus, dass die Fruchtfliege sich eingeladen fühlt, hereinzufliegen. Und hat sie einmal den für sie großen Duft der weiten Welt, nämlich Fäulnis und Gärungsprozess, in der Nase, dann ist für sie kein Halten mehr. Diese winzige Fliege steuert dann ganz dreist direkt zum Objekt ihrer Begierde. Dem faulenden Obst oder auch dem bald schon faulenden Obst. Denn was für uns vielleicht im Verborgenen scheint, ist für die Fruchtfliege offensichtlich erkennbar. Gärungsprozesse und Fäulnis am Obst erkennt sie schon weit vor uns. Die kleine, braune Stelle also am Apfel reicht schon aus, damit sie ihre Eier exakt dort ablegen kann. Und das sind dann mal eben auf einen Schlag rund 400 Stück.

    An frischem oder unbeschädigtem Obst wäre das nicht passiert, denn durchbrechen oder durchstoßen kann die kleine Fliege eine Obstschale nicht. Also wartet sie genügsam auf ihren Moment. Nach der Eiablage vergeht nur ein einziger Tag und die Larven sind geschlüpft und ernähren sich von Hafen und Bakterien, die während des Fäulnisprozesses entstehen. Anschließend harren sie vollgefressen und verpuppt in diesem Zustand, bevor sie schließlich selbst aktiv werden können. Ein Kreislauf, den es zu unterbrechen gilt, denn wenn man sich vorstellt, dass so innerhalb von nur vier Wochen ein Volk von rund vielen tausend Fruchtfliegen entstehen kann.

    Faules Obst entsorgen

    Sobald sich auch nur ein kleiner Stoßfleck am Apfel oder an der Birne gebildet hat, heißt das nicht gleich, dass dieser sofort von der Fliege befallen wird und das Obst entsorgt werden müsste. Je nach Jahreszeit kann auch ein beschädigtes Obst länger liegen, ohne dass es sich die Fruchtfliege gemütlich macht. Am besten ist es, wenn man direkt beim Erkennen der Stelle diese einfach herausschneidet und das Obst sofort verzehrt. In den Sommermonaten muss man das schnell tun, da die Fruchtfliege hier besonders aktiv ist und jede Gelegenheit der Fortpflanzung und Vervielfältigung ihrer Brut sucht. Wer denkt, dass es allerdings damit getan ist, mal eben die paar umherschwirrenden Fliegen einzufangen und das Problem damit beseitigt hat, ist auf dem Holzweg.

    Währenddessen sind schon wieder aus den etlichen platzierten Eiern Larven geschlüpft, diese wiederum zur Fliege herangereift. Effektive Beseitigung funktioniert entweder durch hochwertige Fruchtfliegenfallen oder eben durch Vorbeugen, indem man das Obst schnell verzehrt und in dunklen und kühlen Räumen beispielsweise lagert. Mehr Wissenswertes rund ums Thema Fruchtfliegen erfährt man auf dieser Infoseite - hier gibt es jeder Menge Hintergrundinformationen zu Fruchtfliegen.



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