Tridentinisches Konzil

    Aus WISSEN-digital.de

    auch: Tridentinum; Trienter Konzil; Konzil von Trient;

    »Tridentinum 2«; zeitgenössisches Gemälde
    »Tridentinum«; zeitgenössische Darstellung

    die allgemeine Kirchenversammlung in Trient (1545-1563) mit drei Tagungsperioden (1545-47: 1551/52; 1562/63) und einer Zwischenperiode, der so genannten Bologneser Tagungsperiode (1547/48). Trotz der Konzilsappellation Luthers vom 28. November 1518 lehnten die Protestanten die Teilnahme am Tridentinum ab. Die dogmatischen Verhandlungen betrafen hauptsächlich folgende Fragen: die Erbsünden- und Rechtsfertigungslehre, die Festlegung des Bibelkanons und der Offenbarungsquellen (man wandte sich gegen Luthers Lehre der "sola scriptura" und erkannte die von ihm verworfene apostolische Tradition als Glaubensquelle an); die Begründung der Siebenzahl der Sakramente, der Opfercharkter der Eucharistiefeier und die Realpräsenz Christi, die Lehre vom Fegefeuer, Ehe, Buße, Ablass und Heiligenverehrung (die gebilligt, aber von der Anbetung Gottes streng unterschieden wurde). Die kirchlichen Reformdekrete des Konzils führten zur Errichtung von Lehrstühlen für die Schrifterklärung an den Bischofskirchen, zur Residenzpflicht der Priester und Bischöfe sowie zur Errichtung von Priesterseminaren, die der Heranbildung des Klerus dienen sollten.

    Das Tridentinische Konzil trug entscheidend zur Erneuerung der katholischen Kirche bei; die dogmatischen Verordnungen sowie die Reformdekrete konsolidierten die päpstliche Gewalt und besiegelten die Kirchenspaltung. Die Zeit zwischen dem Trienter und dem 2. Vatikanischen Konzil (1962-65) wird auch als "nachtridentinisch" bezeichnet.



    Olé, olé, olé olé!

    Sie kennen sich aus im grenzenlosen Reich von König Fußball? Na, dann schießen Sie mal los ...
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 21. Oktober

    1917 Lenin kehrt aus dem Exil nach Russland zurück, wo er in Petrograd die Menschen für die Revolution mobilisiert.
    1994 In Genf wird zwischen Nord-Korea und USA eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, mit der sich Nord-Korea zu der Beendigung seines Nuklearprogramms verpflichtet.
    1999 Russische Luftwaffen haben die tschetschenische Hauptstadt Grosny angegriffen. Nach tschetschenischen Angaben sind dabei 282 Menschen ums Leben gekommen und Hunderte verletzt worden. Die russische Regierung reagiert damit auf Bombenanschläge in Dagestan, Moskau und Wolgodonsk, für die sie tschetschenische Terroristen verantwortlich macht.