Tollwut

    Aus WISSEN-digital.de

    (griechisch: Lyssa, lateinisch: Rabies)

    Infektion mit dem von Pasteur 1881 entdeckten Rabies-Virus, das durch den Speichel infizierter Tiere (meist Füchse oder Fledermäuse) oder Menschen übertragen wird und bei uns abgesehen von ausgewiesenen Tollwutgebieten sehr selten ist. Die Inkubationszeit beträgt drei Wochen bis drei Monate. Danach treten eine Rötung der Bissnarbe, Kopfschmerzen und leichtes Fieber auf, später Verkrampfungen mit Erstickungsgefühl, starkem Speichelfluss und qualvollem Durst, der wegen der Schluckkrämpfe nicht gestillt werden kann ("Wasserscheu"). Nachgewiesen werden kann die Krankheit nach dem Tode, z.B. des beißenden Tieres, durch Einlagerungen in dessen Gehirn.

    Einzige Therapie ist die frühzeitige Gabe von Antikörpern (passive Impfung). Als Präventivmaßnahme für gefährdete Berufsgruppen (z.B. Förster) gilt die aktive Impfung (aktive Immunisierung) sowie das Durchimpfen von Füchsen und Haustieren. Eine einmal ausgebrochene Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich.



    Wer hat's gesagt?

    Worte von historischen Ausmaßen sind uns zwar meist zumindest vom Hören-Sagen bekannt - aber kennen Sie den Kontext?
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 22. August

    1864 Die erste 1. Genfer "Konvention zur Verbesserung des Loses der verwundeten Soldaten der Armeen im Felde" entsteht. Sie geht auf die Initiative Henri Dunants zurück, der in seiner Schrift "Eine Erinnerung an Solferino", in der er seine Erlebnisse als Zeuge der Schlacht bei Solferino wiedergibt, zur Gründung einer Hilfsorganisation aufrief – das spätere Rote Kreuz.
    1910 Japan annektiert das Königreich Korea, dessen König zur Abdankung gezwungen wird.
    1948 In Amsterdam beginnt die erste Vollversammlung des Weltrats der Kirchen, um eine Verfassung für den Ökumenischen Rat auszuarbeiten.