Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg (Oper)
Aus WISSEN-digital.de
große romantische Oper in drei Akten von R. Wagner. Das Libretto stammt vom Komponisten, es verbindet das Tannhäuser-Lied (um die historische Figur Tannhäuser, erste erhaltene Fassung 1515) und das Motiv vom Sängerkrieg (der zunächst unabhängig vom Tannhäuser-Lied in einer mittelhochdeutschen Gedichtsammlung beschrieben wurde). Es existieren mehrere Fassungen der Oper. Eine gravierende Umarbeitung stellt die "Pariser Fassung" von 1861 dar.
Die Uraufführung fand am 19. Oktober 1845 am Königlichen Sächsischen Hoftheater in Dresden unter der Leitung Wagners statt.
Die wichtigsten Personen
Hermann, Landgraf von Thüringen(Bass)
Tannhäuser (Heinrich von Ofterdingen) (Tenor)
Wolfram von Eschenbach (Bariton)
Walther von der Vogelweide (Tenor)
Biterolf (Bass)
Heinrich der Schreiber (Tenor)
Reinmar von Zweter (Bass)
Ritter und Sänger
Elisabeth (Sopran)
Nichte des Landgrafen
Venus, Göttin der sinnlichen Liebe (Sopran)
Ein junger Hirt (Sopran)
Handlung
Die Oper spielt Anfang des 13. Jahrhunderts in Thüringen.
Auf der Wartburg findet ein Wettstreit der Minnesänger statt. Dabei entfährt Tannhäuser, der der Liebesgöttin Venus soeben zu Gunsten der unschuldigen Elisabeth den Rücken gekehrt hat, ein leidenschaftliches Bekenntnis zu Venus. Wegen dieses Verrats an der idealistischen Liebe wird Tannhäuser verbannt; er schließt sich einer Gruppe von Pilgern an, die auf dem Weg nach Rom sind. Doch er erhält vom Papst keine Absolution. Als Tannhäuser - völlig verzweifelt - wieder in Eisenach ankommt, bricht er über der inzwischen gestorbenen Elisabeth tot zusammen. Erst jetzt wird er durch den nachträglich ergrünten Hirtenstab erlöst.
Zum Werk
Im "Tannhäuser" wird erstmals in aller Deutlichkeit eine Problematik behandelt, die Wagner lebenslänglich beschäftigte: Der Konflikt zwischen der reinen, idealistischen Liebe und der sinnlichen Liebe. Diese einander entgegengesetzten Sphären werden auch in der Partitur mithilfe einer reichen Palette kunstvoller Instrumentationsmittel und farbiger Motive dargestellt. In diesem Werk sind noch Elemente der Nummernoper enthalten; in einzelnen Teilen (Rom-Erzählung) nimmt Wagner jedoch bereits das von ihm später propagierte Musikdrama voraus.
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