Taekwondo

Aus WISSEN-digital.de

koreanische Form der waffenlosen Selbstverteidigung, bei der bestimmten Schlag- und Stoßtechniken des Fußes (im Koreanischen: "Tae") und der Hand (im Koreanischen "Kwon") besondere Bedeutung zukommt. Neben diesen physichen Merkmalen kennzeichnet diese Kampfsportart auch eine gewisse geistige Entwicklung des Sportlers ("Do": Weg, Kunst).

Regeln in Kürze

Unter den Begriff Taekwondo fallen fünf Schwerpunktbereiche, die diese Wettkampfsportart kennzeichnen: die traditionellen Grundtechniken (Formen), der Wettkampf gegen einen Gegner, die Selbstverteidigung, der Bruchtest und "Do" (Weg), der sich schließlich in allen Bereichen wiederfindet.

Zur olympischen Sportart wurde der so genannte Vollkontaktwettkampf (Kyorugi). Gekämpft wird nach strengen Regeln, der Sieger wird nach Punkten, durch KO oder durch Aufgabe des Gegners ermittelt. Die Punkte werden von vier Punktrichtern vergeben.

Während des Kampfes tragen die Sportler eine Schutzausrüstung, die aus einer Schutzweste, Unterarm- und Schienbeinschonern sowie einem Kopf- und Leistenschutz besteht.

Die Kämpfe werden in drei Runden ausgetragen, während dieser versucht der Kämpfer Treffer zu erzielen, für die er Punkte erhält. Ziel des Kampfes ist es, erlaubte Angriffe auf den Trefferflächen zu platzieren. Es gibt zwei unterschiedliche legale Angriffsregionen: Die Bereiche des Oberkörpers, die von der Schutzweste bedeckt werden; hier darf mit dem Fuß (unterhalb des Knöchels) und der Vorderseite der Faust angegriffen werden. Die zweite Angriffsfläche bildet das Gesicht einschließlich der Vorderseite des Halses. Dieser Teil darf nur mit dem Fuß angegriffen werden. Um einen Punkt zugesprochen zu bekommen, muss der Treffer kraftvoll in den erlaubten Regionen gelandet und von mindestens zwei Punktrichtern gesehen werden.

Geschichte

Zeichnungen auf alten koreanischen Gräbern lassen darauf schließen, dass es sich um eine sehr alte Form der waffenlosen Selbstverteidigung handelt. Taekwondo ist mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet, bekam jedoch erst 1960 den Status als Sportart. 1973 wurden die ersten Weltmeisterschaften ausgetragen, 2000 folgte die Aufnahme ins olympische Programm.


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