Sudetenland

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    die seit dem 12. Jh. von Deutschen besiedelten Gebiete Nordböhmens, Nordmährens und des österreichischen Schlesiens; nach Bildung der österreichischen Nachfolgestaaten 1918 trotz des zugestandenen Selbstbestimmungsrechts (3,5 Millionen deutsche Einwohner) und der Forderung nach Anschluss an Deutschland militärische Besetzung durch die neu gebildete Tschechoslowakei (28 % Deutsche in der Gesamt-Tschechoslowakei); von Hitler politisch unterstützt, forderte die Sudetendeutsche Partei Konrad Henleins 1938 in Erfüllung der nicht eingehaltenen Versprechungen von 1918/19 die autonome Verwaltung des Sudetenlandes, und, vom nationalsozialistischen Deutschland radikalisiert, die Abtretung der sudetendeutschen Gebiete an Deutschland.

    Um einen allgemeinen Krieg zu vermeiden, stimmten die europäischen Großmächte der Forderung zu (Münchner Konferenz September 1938); am 1. Oktober 1938 Einmarsch deutscher Truppen, Eingliederung ins "Großdeutsche Reich" als Reichsgau unter Henlein als Reichskommissar; 1945 nach Besetzung der Tschechoslowakei durch Amerikaner und Russen und Aufstand der tschechischen Bevölkerung grausame, mit Massakern verbundene Vertreibung der Sudetendeutschen; Selbstmord Henleins; Neuansiedlung von Slowaken, Serben, Kroaten und Tschechen; seit 1945 Teil der ehemaligen Tschechoslowakei, heute der Tschechischen Republik.



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