Straßburg

    Aus WISSEN-digital.de

    französisch: Strasbourg;

    Hauptstadt des Elsass; ca. 268 000 Einwohner (430 000 Einwohner Agglomeration); seit 1949 Sitz des Europarates, seit 1958 im Wechsel mit Luxemburg Tagungsort des Europäischen Parlaments.

    Kunst und Kultur

    Erhalten sind mittelalterliche Straßenbilder (Gerberviertel) sowie bedeutende Bauten: Straßburger Münster; gotische Thomaskirche (um 1200 bis 14. Jh.) mit dem Grabmal des Marschalls Moritz von Sachsen (gestorben: 1750); gotische Simultankirche Alt-St.-Peter (ab 1328); spätgotische Wilhelmer-Kirche (ab 1485); Frauenhaus (teils Gotik [1347], teils Renaissance [1579 bis 1585]); Palais Château des Rohan (1730 bis 1742, heute Museum), barockes Rathaus (1730).

    Geschichte

    Ursprünglich keltische Siedlung, das Argentoratum der Römer (Standlager der 8. Legion im 1. Jh. n.Chr.), im 4. Jh. Bischofssitz, Anfang des 5. Jh.s alemannisch, 496 fränkisch, 843 (Vertrag von Verdun) lothringisch, 870 (Vertrag von Mersen) ostfränkisch; 982 löste der Bischof von Straßburg die Stadt aus dem Herzogtum, 1262 befreite sich Straßburg von der bischöflichen Gewalt und wurde Freie Reichsstadt; im Mittelalter Zentrum der Mystik und später des Humanismus; 1482 durch "Schwörbrief" ständische Verfassung; im 16. Jh. Blütezeit als Freie Reichsstadt, öffnete sich vorübergehend der Lutherischen Reformation und trat dem Schmalkaldischen Bund bei; 1681 durch Ludwig XIV. mitten im Frieden besetzt (Réunionen) und im Frieden zu Rijswijk 1697 an Frankreich abgetreten; 1870 von deutschen Truppen erobert (Hauptstadt des deutschen Reichslandes); 1918 an Frankreich, 1940 von deutschen Truppen, November 1944 von den Alliierten besetzt und wieder französisch; seit 1948 Sitz des Europarats.



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