Schmerzensmann

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    »Schmerzensmann«

    das bis in die jüngere Zeit als spezifisch westlich-mittelalterlich geltende Andachtsbild des Schmerzensmannes (der leidende Christus mit Dornenkrone und Wundmalen) ist schon im 12. Jh. in der byzantinischen Malerei nachgewiesen worden, die es höchstwahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Ritus der Aufrichtung des so genannten Grabtuches Christi am Schluss einer Prozession entwickelt hat (der tote Christus steht aufrecht in einem Sarkophag, hinter ihm meist Kreuz, Lanze sowie Stange mit Schwamm). Die eigentliche Zeit der Schmerzensmanndarstellungen begann im frühen 14. Jh. v.a. in der deutschen Kunst. Sie schuf aus der Erlebniswelt der Mystik heraus den Schmerzensmann als plastisches Andachtsbild und entwickelte bis zum Ende des 16. Jh.s eine ganze Reihe verschiedener Typen. Sehr beliebt war in der 1. Hälfte des 15. Jh.s die Verbindung des Schmerzensmannes mit kniendem Beter als Epitaph.



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