PISA
Aus WISSEN-digital.de
(englisch) Abk. für: Programme for International Student Assessment,
internationale Schulleistungsstudie der OECD im Rahmen des Indikatorenprogramms INES ("Indicators of Educational Systems"). Verantwortlich für die Durchführung in Deutschland ist das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung.
In der PISA-Studie wird das Lernniveau von 15-jährigen Jugendlichen aus 32 (2000) bzw. 31 Ländern (2003) in Bezug auf Lesekompetenz, mathematische Grundbildung und naturwissenschaftliche Grundbildung geprüft; dabei geht es nicht nur um reines Wissen, sondern auch um Fähigkeiten zur Anwendung des Gelernten. Unter anderem kann so die Leistungsfähigkeit der jeweiligen Bildungssysteme im internationalen Vergleich festgestellt werden. In Deutschland wird zusätzlich eine PISA-E-Studie (PISA-Erweiterungsstudie) durchgeführt, die die schulischen Leistungen in verschiedenen Bundesländern abgleicht.
Die erste PISA-Studie wurde im Jahr 2000 durchgeführt (mit Schwerpunkt Lesekompetenz), weitere folgten bzw. folgen in jeweils drei Jahren Abstand und mit wechselndem Schwerpunkt (2003: mathematische Grundbildung, 2006: naturwissenschaftliche Grundbildung etc.).
PISA-Ergebnisse Deutschland 2000 (insgesamt 32 Teilnehmerstaaten)
- Lesekompetenz (Schwerpunkt): Platz 21*Mathematische Kompetenz: Platz 20*Naturwissenschaftliche Kompetenz: Platz 20Das unterdurchschnittliche Abschneiden Deutschlands im internationalen Vergleich führte nach der Veröffentlichung der Ergebnisse im Jahr 2002 zu heftigen innenpolitischen Diskussionen hinsichtlich der zukünftigen Bildungspolitik.
PISA-E-Ergebnisse 2000
Hier schnitten die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen in allen drei Kategorien am Besten ab; das Schlusslicht bildeten Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Bremen.
PISA-Ergebnisse Deutschland 2003 (insgesamt 31 Teilnehmerstaaten)
- Lesekompetenz: Platz 20*Mathematische Kompetenz (Schwerpunkt): Platz 17*Naturwissenschaftliche Kompetenz: Platz 16
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