MMO Games - Was Eltern über diese Computerspiele wissen müssen

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    Sogenannte MMO (Massive Multiplayer Online) Games oder auch MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) zählen zu den beliebtesten Computerspielen. Allerdings müssen die meisten Eltern gestehen, dass sie nicht wissen, was sich hinter diesen Spielen verbirgt. Für ein besseres Verständnis wurden die wichtigsten Informationen nachfolgend zusammengefasst.

    Die Idee hinter MMO Games

    Massive Multiplayer Online Games zeichnen sich durch ihre beeindruckend große Anzahl an Mitspielern aus. Einige Spiele verzeichnen rund um die Uhr mehrere Millionen eingeloggte User. Die Spieler können wiederum miteinander interagieren, was den Charakter eines solchen Games maßgeblich prägt. Der Spieler taucht nicht alleine in die jeweilige Spielewelt ein, stattdessen erlebt er sie gemeinsam mit vielen anderen Spielern.

    Aufbau und Spielprinzip können sehr unterschiedlich sein. Allerdings wird der Markt eindeutig von Rollenspielen dominiert, bei denen der Spieler in die Rolle eines Charakters schlüpft, den er im Lauf der Zeit entwickelt. So gilt es meist Aufgaben zu lösen oder Kämpfe zu gewinnen, um dabei Erfahrungspunkte zu sammeln und immer besser zu werden. Zu den bekanntesten Spieletiteln dieses Genres zählen "World of Warcraft" und "League of Legends".

    Auf diesen Plattformen wird gespielt

    Vorbei sind die Zeiten, in denen nur am klassischen Computer gespielt wurde. Zwar liegt der PC immer noch vorne, allerdings gibt es noch weitere Geräte, auf denen MMO Games verfügbar sind. Wenn Eltern den Zugang zum Computer sperren, bedeutet dies folglich nicht automatisch, dass dem Spielvergnügen ein Ende bereitet wurde.

    Konsolenspiele: Viele erfolgreiche MMO Games Titel wurden auf Spielekonsolen portiert. Moderne Konsolen verfügen über Internetzugänge und bieten im Grunde ein nahezu identisches Spielerlebnis wie der PC.

    Browser Games: Nicht jedes Game muss installiert werden, zunehmend mehr Spiele laufen direkt im Webbrowser. Für den Nutzer ergibt sich dadurch z.B. die Chance, bestimmte Games auch auf dem Tablet zu spielen.

    App Games: Zunehmend mehr Games kommen als App daher und sind somit für Tablets und Smartphones verfügbar.

    Kosten des Spielvergnügens

    MMO Games versprechen großen Spielspaß, gelten in der Entwicklung jedoch als kostspielig. Die Entwicklerfirmen setzen auf ganz unterschiedliche Konzepte, um Geld zu verdienen. Leider können einige dieser Konzepte dazu führen, dass Spieler viel Geld ausgeben.

    Klassischer Spielekauf: Das Spiel wird gegen Einmalgebühr im Handel oder kurzerhand per Download erworben. Die meisten Games kosten zwischen 20 bis 50 Euro, Folgekosten gibt es im Regelfall keine. So ist ein hohes Maß an Kostensicherheit gewährleistet.

    Abo-Modell: Anders verhält es sich beim Abomodell, das im Regelfall die Zahlung monatlicher Spielgebühren vorsieht. Oft liegen die Gebühren im Bereich von 10 bis 25 Euro pro Monat, sodass diese sich im Jahresverlauf bereits auf stattliche Beträge addieren können.

    Free-to-play: Diese MMO Games sind kostenlos verfügbar, d.h. Interessenten können sie in aller Ruhe ausprobieren, ohne sie erst kaufen oder eine Abo-Gebühr entrichten zu müssen. Einige Spiele sind dauerhaft kostenlos, andere wiederum als "Freemium-Games" konzipiert. Letztere sind zwar kostenlos spielbar, jedoch können "In-Game Käufe" getätigt werden, die z.B. ein schnelleres Vorankommen ermöglichen. Eine große Auswahl an Free-to-play Games ist bei http://browsergames.de/games/mmo/ zu finden.

    Eltern sind gut damit beraten, ihren Nachwuchs über die Gefahren von "In-Game Käufen" aufzuklären. Kinder und Jugendliche können schnell den Überblick verlieren, sodass sie viel mehr Geld ausgeben, als ihnen bewusst ist. Gerade auf Tablets und Smartphone können sie oftmals direkt bezahlen, insbesondere wenn die Geräte von den Eltern eingerichtet und Kreditkartendaten hinterlegt wurden.

    Hinweise zur Computerspielsucht

    MMO Games gelten als die Spiele mit dem größten Suchtfaktor - insbesondere weil die Möglichkeit besteht, mit so vielen anderen echten Menschen zu interagieren. Außerdem sind die Spiele zumeist endlos konzipiert, d.h. es ist nicht möglich, sie durchzuspielen. Es geht immer weiter, sodass fortlaufend ein Anreiz besteht, sich erneut einzuloggen.

    Computerspielsüchtige Kinder sind daran zu erkennen, dass sie viel Zeit mit dem Spielen (mehr als 4 Stunden pro Tag) verbringen und z.B. ihre Spiele anderen attraktiven Freizeitbeschäftigungen vorziehen. Ob tatsächlich eine Computerspielsucht vorliegt, muss von einem Spezialisten diagnostiziert werden.



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