Buddha

    Aus WISSEN-digital.de

    indischer Religionsstifter; * um 560 v.Chr. in Lumbini (Nepal), † um 480 v.Chr. in Kushinagara

    (Buddha = sanskritisch "der Erwachte");eigentlich: Siddharta Gautama;

    Über die genauen Lebensumstände des bedeutenden Religionsstifters gibt es keine Angaben. Spätere Lebensberichte sind stark von Legenden durchsetzt.

    Siddharta Gautama stammte aus einer Adelsfamilie. Sein Vater herschte über das Shakya-Reich von Kapilavastu im heutigen Nepal. Die Legende berichtet, dass das Neugeborene direkt nach der Geburt sieben Schritte tat, und bei jedem Schritt erblühte eine Lotosblume. Siddhartas Mutter Maya soll sieben Tage nach seiner Geburt gestorben sein.

    Im Alter von sechzehn Jahren wurde Siddharta verheiratet. Sein sorgloses Leben im väterlichen Palast wurde plötzlich erschüttert, als er außerhalb der Palastmauern mit Alter, Krankheit und Tod konfrontiert wurde; er beschloss deshalb, einen Weg gegen alles menschliche Leid zu finden.

    Mit 29 verließ Siddharta sein Haus und begann ein Leben als Asket. Alle herkömmlichen religiösen Praktiken schienen ihm jedoch unbefriedigend. Schließlich erfuhr er nach langjähriger Askese, während der er von dem bösen Dämonen Mara versucht wurde, unter einem Baum am Ufer des Neranjara die völlige Erleuchtung und wurde fortan als Buddha, der Erwachte, bezeichnet. Er hatte den Weg aus dem ewigen Kreislauf der Wiedergeburt erkannt.

    Buddha ging jedoch nicht in das Nirwana ein, sondern blieb auf der Erde, um sein Wissen an die Menschen weiterzugeben. Seine erste Predigt hielt Buddha vor fünf Asketen, die früher seine Gefährten gewesen waren. Seine Grunderkenntnis war folgende: Alles Leben ist vergänglich, alles Leid hat seinen Quelle in der Lebensgier, die überwunden werden muss. Buddha zog noch fünfundvierzig Jahre lang durch Nordindien, lehrte und gründete Klöster. Sein Hauptziel war es, den Menschen meditative Praktiken nahezubringen, die sie zum Nirwana führen sollten.

    "Buddha" ist kein persönlicher Name, er bezeichnet eine Seinsform; nach buddhistischer Auffassung gibt es nach Siddharta Gautama andere Buddhas. Der Hinduismus verehrt Buddha als eine der Verkörperungen Wischnus.

    Siehe auch Buddhismus.



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