Bildteppich

    Aus WISSEN-digital.de

    gewebter, gewirkter, geknüpfter, gestickter, mit Applikationen versehener, mit Bildern geschmückter Wandbehang.

    Geschichte

    Reste antiker Wandbehänge haben sich meist als Grabbeigaben erhalten, die ältesten Funde aus dem ägyptischen Raum stammen aus dem 2. Jt. v.Chr. Im Mittelalter wurden hauptsächlich religiöse Motive umgesetzt. Eine berühmte Ausnahme ist der Teppich von Bayeux (Tapisserie de Bayeux, 11. Jh.), der die Eroberung Englands durch die Normannen zeigt. Die Blütezeit der Bildteppiche liegt im 14./15. Jh. (z.B. die Serie der "Apokalypse von Angers", 1375-80; "Dame mit dem Einhorn", um 1513, Paris, Musée Cluny). Mit Sagen-, Fabel- oder Minnemotiven sind meist die gotischen Teppiche ausgestattet. Im 16. und 17. Jh. wurden die wertvollsten Teppiche in Brüssel hergestellt (z.B. nach Entwürfen von Raffael für den Vatikan und P.P. Rubens). Im späten 17. und bis ins 18. Jh. wurden die Pariser Teppiche berühmt, nach der Färberfamilie Gobelin, in deren Haus Colbert eine königliche Manufaktur errichtete, Gobelins genannt. Der Jugendstil gab - mit seiner Vorliebe für dekorative Flächenkunst - der Entfaltung des Bildteppichs neue Impulse.



    Afrika - der schwarze Kontinent

    Afrika galt lange Zeit als eine Metapher für unerforschte und geheimnisvolle Welten. Wie sieht es bei Ihnen aus: Kennen Sie Afrika?
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 24. September

    1907 Graf Zeppelin unternimmt mit seinem Luftschiff eine erfolgreiche Versuchsfahrt über dem Bodensee.
    1921 Die Automobil-Verkehrs- und Übungs-Straße GmbH eröffnet die nach ihren Anfangsbuchstaben benannte Avus-Rennstrecke in Berlin.
    1959 Der sowjetische Ministerpräsident Chruschtschow beendet eine zehntägige Reise durch die USA und beginnt anschließend in Camp David (bei Gettysburgh) politische Gespräche mit US-Präsident Eisenhower.