Badminton

    Aus WISSEN-digital.de

    Einleitung

    Zu den Ballsportarten zählendes Federballspiel unter Wettkampfbedingungen. Seit Barcelona 1992 im Einzel (Frauen und Männer) und im Doppel (Frauen und Männer, Mixed) olympische Sportart.

    Regeln in Kürze

    Bis 2006 wurde auf zwei Siegsätze bis zu 15 Punkten (Männer und Doppel) und 11 Punkten (Frauen) gespielt. Punkte konnte man nur mit dem Aufschlag gewinnen. Seit 2006 wird nun auf zwei Siegsätze à 21 Punkte gespielt, Punkte können beide Spieler gewinnen, nicht nur der Aufschlagende. Der Federball darf den Boden nicht berühren, nicht mit der Kleidung der Spieler in Berührung kommen und nicht zweimal vom selben Spieler geschlagen werden.

    Unter Wettkampfbedingungen werden Einzel und Doppel (Männer und Frauen) sowie das Mixed (eine Frau, ein Mann) ausgetragen.

    Spielfeld

    Gespielt wird auf einem 13,40 m langen und 5,18 m breiten (im Doppel 6,10 m) Feld, das Netz ist an zwei 1,55 m hohen Pfosten befestigt.

    Spielgeräte

    Der Federball besteht aus Kork bzw. einem Material, dessen Flugeigenschaften dem des Kork entsprechen. Er ist mit 16 etwa 7 cm langen Federn bestückt, heute werden oft auch Nylon- oder Plastikfedern verwendet. Er muss zwischen 4,73 und 5,50 g schwer sein. Der Schläger darf bis zu 68 cm lang und 23 cm breit sein.

    Aufschlag

    Bei der regelgerechten Ausführung des Aufschlags muss der Spieler den Ball abwechselnd von seinem rechten und linken in das diagonal gegenüberliegende Aufschlagfeld schlagen. Der Spieler verliert sein Aufschlagrecht, wenn er einen Fehler begeht.

    Fehler

    Als Fehler wird unter anderem gewertet, wenn der Ball den Boden berührt, der Ball nicht über das Netz fliegt, der Ball ins Aus geht, ein Spieler vom Ball getroffen wird, derselbe Spieler den Ball zweimal schlägt.

    Begeht der Rückspieler einen Fehler, erhält der Aufschläger einen Punkt.

    3. Geschichte

    Dieser Sport, der sich seit der Renaissance bei europäischen Adligen in Schweden, Frankreich und Preußen großer Beliebtheit erfreute, hat seine Vorläufer in uralten Ballspielen der Inder, Inkas und Azteken. In bürgerliche Kreise drang dieses Federballspiel nach der Französischen Revolution vor. Die deutschen Turnpädagogen empfahlen es im 19. Jahrhundert, nachdem es englische Offiziere nach ihrer Dienstzeit in Indien in ihrer Heimat eingeführt hatten.

    So kam das Federballspiel auch zu seinem Namen: 1872 führte es der Duke of Beaufort auf seinem Landsitz Badminton den Gästen erstmals vor. Der Badminton-Klub London erarbeitete neue Regeln, die allgemein gültig wurden.

    Erster deutscher Badminton-Klub war der BC Bad Homburg, der sich 1902 dem englischen Verband anschloss. Der Internationale Badminton-Fachverband (IBF) entstand 1934, ihm gehören heute 108 Landesverbände an.



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