Trieb (Psychologie)

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    unbewusstes, gefühlsbetontes Streben, das gestaltend auf den Charakter wirken kann. Dieser Antrieb kann seelisch oder körperlich-seelisch sein. Der Trieb wirkt als Drang auf das Gefühlsleben und kann so stark sein, dass Denken und Wahrnehmung eingeschränkt werden. Dadurch können Handlungen ausgelöst werden, die auf die - lustbetonte - Befriedigung dieses Triebs gerichtet sind.

    Im engeren Sinne zählt man zu den Trieben körperliche Bedürfnisse, die angeboren sind, wie Hunger und Sexualität, und die dem Instinkt der Tiere ähnlich sind. Im weiteren Feld zählt man auch Bedürfnisse und Instinkte zu den Trieben, die durchaus auch psychische Elemente enthalten. Im Gegensatz zum Tier kann der Mensch seine Trieb ablenken, sublimieren oder auf ihre Erfüllung ganz verzichten.

    S. Freud begründete die moderne Trieblehre. Ging er anfangs von den Sexualtrieben als den grundlegenden Trieben aus, ersetzte er diese später durch einen Lebens- und Todestrieb. Die Rolle der Libido wurde dann nachher von C.G. Jung eingeschränkt, A. Adler stellte den Trieb zu Geltung und Macht heraus.

    Kalenderblatt - 20. Juli

    1932 Reichskanzler Papen setzt die Regierung in Preußen ab, der letzten sozialdemokratischen Bastion in der Weimarer Republik.
    1944 Das Attentat auf Adolf Hitler (so genannter Zwanzigster Juli) schlägt fehl. Einer der Anführer des Putschversuchs, den nur wenige der Verschwörer überleben sollen, ist Graf von Stauffenberg.
    1954 Nach dem Fall des französischen Stützpunkts Dien Bien Phu gibt man in Frankreich den Krieg in Indochina für verloren und einigt sich mit den Viet-Minh auf einen Waffenstillstand.