Tansú Çiller

    Aus WISSEN-digital.de

    türkische Politikerin; * 24. Mai 1946 in Istanbul

    Nachdem Süleyman Demirel 1993 Staatspräsident der Türkei geworden war, gab er den Parteivorsitz der Partei des Rechten Weges (DYP) und das Amt des Ministerpräsidenten ab. Tansu Çiller wurde seine Nachfolgerin in beiden Ämtern. Nach den Neuwahlen 1995 scheiterte nach kurzer Zeit eine Koalition zwischen DYP und der Mutterlandpartei von Mesut Yilmaz, so dass Çiller mit Necmettin Erbakan, dem Führer der islamischen Fundamentalisten, ein Bündnis einging und unter Erbakan stellvertretende Ministerpräsidentin und Außenministerin wurde. Nach Erbakans Rücktritt 1997 ging Çiller in die Opposition. 1999 musste die DYP bei den vorgezogenen Parlamentswahlen starke Stimmenverluste hinnehmen. Bei den folgenden, wiederum vorgezogenen Parlamentswahlen 2002 scheiterte Çillers Partei an der Zehn-Prozent-Hürde und kam nicht mehr ins Parlament. Tansú Çiller trat daraufhin vom Parteivorsitz zurück.

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