Sahara-Kultur

    Aus WISSEN-digital.de

    Vorhandensein des Menschen in dem Gebiet der heutigen Sahara durch zahlreiche Ausgrabungsfunde aus der Alt-, Mittel- und Jungsteinzeit nachgewiesen:

    erste Menschen (Neandertaltyp) zu Beginn der vierten Eiszeit und früher; Jäger und Sammler, die in Freilagern, Höhlen und Halbhöhlen in der Nähe von später ausgetrockneten Wasserläufen (Wadis) oder Seen hausten; reiches Pflanzen- und Tierleben.

    Beutetiere: Fische, Krokodile, Nashörner, Elefanten, Flusspferde, Zebras, Antilopen und ausgestorbene Tierrassen; Waffen und Werkzeuge: Faustkeile, später Speere, Messer, Beile, Schaber, Kratzer, Getreidereibsteine, Grabstöcke, Angelhaken und Harpunen aus Knochen.

    In der Jungsteinzeit auch bereits Gefäße aus verzierten Straußeneiern und einfache Keramik. Im Atlasgebirge und in der Sahara zahlreiche Fels- und Höhlenzeichnungen, besonders aus der Spätzeit (mehr als 45 000 Bilder und Gravierungen entdeckt).

    Höchste Kulturstufe der Saharamenschen um 5000 bis 4000 v.Chr.; die Bilder (Jagd- und Kultszenen, wandernde Rinderherden, Pferde und Wagen, Krieger mit Pfeil und Bogen) zeigen Verwandtschaft mit den frühägyptischen Kulturen (gemeinsame Urkultur?).

    Gegen Ende der Jungsteinzeit (um 3000-1000) trockneten infolge der Klimaveränderung die Flüsse und Seen der Sahara aus und nahmen der Pflanzen- und Tierwelt und damit auch den Menschen die Existenzmöglichkeit. Um 1000 v.Chr. vermutlich Eindringen von versprengten Teilen der "Seevölker".

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